SUSE LINUX 10.1
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Produktbeschreibung
SUSE Linux 10.1
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #3302 in Software
- Marke: Novell
- Veröffentlicht am: 2006
- Erscheinungsdatum: 2006-06-02
- Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
- Plattform: Linux
- Format: CD-ROM
- Untertitel in: Deutsch
- Abmessungen: 1.36 Pfund
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Installation mit Komplikationen -- aber es lohnt sich!!
Von Jerrox
Den mitgelieferten Installer von SuSE Linux 10.1 kann man mit Fug und Recht als mehr oder minder ungetestet bezeichnen. Ein Klick auf den Back-Button, um auf die Eingabe der Benutzerdaten zurückzugehen, und schon ist ein Umschalten auf die Kommandozeile notwendig, um den Benutzer zu löschen, damit man auf der Benutzerdatenseite wieder weiter kommt. Die Einstellungen auf dieser Seite hatte sich der Installer nicht gemerkt. Verwendet man im Auslieferzustand das Online-Update, darf man keinesfalls auf "Abbrechen" klicken, sonst stürzt er bei jedem Neuaufruf ab! Man muß sich also bei diesem YaST den Abbrechen-Knopf als mit schwarzem Klebeband überklebt vorstellen!! Als NVidia-Grafikkartenbenutzer hat man zusätzlich das Problem, daß man den Treiber auf der Herstellerseite herunterladen und manuell installieren muß, und zwar nach jedem Kernel- oder Kernelmodul-Update. Ich hatte zusätzlich das Problem, daß die Bildfrequenzen meines Monitors nicht richtig erkannt wurden, und ich sie nun jedesmal manuell ändern muß, wenn ich den Treiber installiert habe. Ein weiteres Ärgernis ist das zu Anfang kaputte Online-Update, sowie die merkwürdigen Standardeinstellungen für die Partitionierung der Festplatte (der Installer fügt bei jedem Aufruf zwei Partitionen hinzu, die man -- falls man Linux alleine auf der Festplatte benutzt, jedesmal löschen und neu anlegen muß; Außerdem ist die Aufteilung in Root-Partition und Home-Partition eigentlich Blödsinn, da die Größe der Root-Partition nur unnötig eingeschränkt wird, man muß auch hier eingreifen, um die Partitionierung anzupassen, um z.B. nur eine Partition für alles zu verwenden). Gut ist, daß es einen Failsafe-Modus gibt, in dem man z.B. "sax2" für die X-Windows-Konfiguration ausführen kann. Im Zweifelsfall kann man auch "init 3" benutzen, um die grafischen Dienste herunterzufahren, falls es damit Probleme gibt (der Systemverwaltungsbenutzer heißt übrigens "root", für die UNIX-Neulinge, die sich eigentlich gar nicht damit rumplagen müßten, wenn es solche Probleme nicht gäbe; man kann übrigens mit Strg-Alt-F1 bis Strg-Alt-F9 bzw. mit der Windows- oder Pinguin-Taste (falls vorhanden) auf die virtuellen Terminals von Linux zugreifen, also auf andere Bildschirme umschalten; mit Strg-Alt-Rückschritttaste kann man den X-Server abschießen).
Man sollte sofort nach der Installation (falls sie geklappt hat, und die vielen Adrenalinschübe nicht zur Zerstörung des Computers oder der SuSE-DVD geführt haben) auf die Webseite von OpenSuSE.Org gehen und anschließend die Support-Datenbank durchstöbern. Dort findet man nützliche Hinweise, um die Probleme mit der Standard-Release zu beheben. Z.B. muß man dem YaST2 Online-Updater zunächst einen Mirror-Server geben, von dem man Updates herunterladen kann. Dann muß man YaST2 updaten. Anschließend geht alles seinen gewohnten SuSE-Gang, d.h. man installiert erstmal etliche Patches und Updates, und das System wird mit der Zeit immer besser. Dort findet man übrigens auch die Pakete zu Xgl und Compiz, sowie deren Updates.
Mit Xgl und Compiz läßt sich der Desktop dramatisch modernisieren, weil OpenGL als Basis für die Darstellung verwendet wird, und man kann dann z.B. zoomen, die Desktops (hier "Viewports" genannt) aufklappen, drehen usw. Fenster fühlen sich beim Verschieben wie Gummimatten an, usw.; außerdem geht generell das Zeichnen von Fenstern deutlich schneller, weil hardwarebeschleunigt -- man sollte bei der Verwendung von Xgl jedoch beachten, daß die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, sowie, daß einige 3D-Anwendungen mit Xgl nicht klarkommen (um einige SuSE 3D Anwendungen ausführen zu können, muß man zudem ein Script ersetzen, das auf das Vorhandensein von 3D-Hardwarebeschleunigung prüft), sowie daß etliche X-Video Anwendungen mit Xgl nicht richtig funktionieren. Jedoch ein dickes Lob für SuSE, daß sie es geschafft haben, Xgl und Compiz quasi für jedermann/jedefrau zugänglich zu machen. Von Hand die Pakete ans Laufen zu bekommen wäre ziemlich schwierig.
Sehr positiv (als Programmierer) fand ich, daß Kernel 2.6.16 und GCC 4.1.0 ausgeliefert werden.
Da der C++-Teil von GCC 4.x weitestgehend der ISO C++ Norm entspricht, muß man allerdings beim manuellen Compilieren etlicher aus dem Internet heruntergeladener Pakete, die nicht standardkonform programmiert sind, zum Texteditor greifen, oder auf die Anwendung der Pakete verzichten.
SuSE-typisch ist, daß etliche mitgelieferte Pakete überhaupt nicht oder nur eingeschränkt funktionieren, also völlig ungetestet sind. Wie z.B. Audacity, das wichtigste Audio-Bearbeitungstool für Linux. Bei der von SuSE ausgelieferten Version funktioniert die OSS-Unterstützung nur eingeschränkt, und die ALSA-Unterstützung funktioniert überhaupt nicht, und die aktuelle Position in der Audio-Datei wird falsch angezeigt. Will man das Problem lösen, muß man z.B. den aktuellen Source herunterladen, das wxGTK Developer Kit nachinstallieren, einen Fehler im Quelltext korrigieren, und nach der Installation das Desktopfile anpassen. Danach läuft Audacity mit OSS einwandfrei, die aktuelle Audioposition wird richtig angezeigt, und ALSA-Support fehlt dann völlig.
Positives Gegenbeispiel: KDETV, zum Fernsehgucken mit der TV-Karte, das unter SuSE Linux 10.1 einwandfrei läuft.
Nichts ungewöhnliches also an der Linux-Front: Probleme gibt es, vor allem durch die Unterschiedlichkeit der vielen Systemumgebungen, und sie sind nicht immer ohne Weiteres lösbar. Jedoch ist SuSE Linux definitiv das komfortableste Linux, was man sich antun kann, vor allem, weil sehr viel vorkonfiguriert ist, und weil es eine automatische Updatemöglichkeit gibt.
Noch eine Bemerkung zur USB-Unterstützung: Wenn man GNOME verwendet, sollte man Drucker, einmal eingerichtet, tunlichst nicht ausschalten, weil man sie sonst jedesmal neu konfigurieren muß (Fehler im CUPS-Support von GNOME?). Mein Scanner läuft nur an einem Systemport, nicht an einem USB Hub. Die SuSE-Scanner-Konfiguration hängt sich gerne auf, wenn etwas nicht funktioniert (dann hilft nur noch ein xkill von der Kommandozeile).
Unerfahrene UNIX-Benutzer sollten bei Problemen getrost zum Telefon greifen und die Hotline nerven, damit sowas wie der ungetestete Ausliefer-YaST nicht mehr vorkommt, oder aber die Hilfe von Freunden oder Bekannten in Anspruch nehmen, die sich mit Linux oder UNIXen generell ein wenig auskennen.
Eine Bemerkung noch am Rande: Unverständlich ist für mich, warum Novell z.B. für DVD-, WMA-/WMV- und MP3-Support, sowie für die Treiber von NVidia und ATI nicht einfach entsprechende Lizenzen erwirbt. Schließlich kostet SuSE Linux ja Geld!
Unter Vorbehalt sei noch zu erwähnen, daß sich Support für DVDs, WMA/WMV-Dateien und MP3 mit Paketen aus dem Internet nachinstallieren läßt (Stichworte Xine und Lame). Dabei ist jedoch zu beachten, daß die Legalität dieser Lösungen umstritten ist, da es keine offiziellen, lizenzgebenden Lösungen sind.
Alles in allem kann man SuSE Linux 10.1, wenn man es geschafft hat, alles zum Laufen zu bringen, nicht nur als Alternative zu Windows XP, sondern auch als weitaus besser bezeichnen. Ich benutze seit Jahren nur noch Linux, und brauche Windows überhaupt nicht mehr.
Inzwischen hat sich SuSE Linux 10.1 bei mir selbst vernichtet: Nach einer Update-Installation (ueber das Installationsprogramm der DVD, zur Reparatur eines vermeintlich beschaedigten Systems) liess sich der Online-Updater ueberhaupt nicht mehr zum Laufen bringen. Ich bin wieder auf Slackware Linux umgestiegen, und von diesem auf FreeBSD ...
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Novell, Novell....
Von Peristyle
Und wieder liegt eine neue Suse auf dem Tisch und will installiert werden...
Nach Einlegen der DVD arbeitet das Laufwerk wie eine Kreissäge, sehr stark unwuchtig ist die Scheibe. Und wieder, wie schon bei den beiden anderen Versionen zuvor, erkennt die Installationsroutine meine wenig exotische Kombination aus SiS-Onboard-Graphik und DELL-Bildschirm nicht, nicht einmal, wenn ich den VESA-Modus ausprobiere. Also Installation im Textmodus. Wieder mein Ruf an die Novell/SuSE-Leute: schaut Euch mal Knoppix an!
Die Installationsvorbereitungen laufen wie gewohnt, aber da ich sehr viele (ca. 50) Nicht-SuSE-rpm-Pakete installiert habe (hallo apt-Fans!), muß ich bei jedem einzelnen in einem Fenster anwählen, dass ich es nicht gelöscht haben will. Das ginge auch benutzerfreundlicher...
Die Installation (Update von 10.0) ist nach etwas 2 Stunden durch (natürlich rechnerabhängig) und es begrüßt mich der Bildschirm mit den Release-Notes. Diese sind ein deutsch-englisches Misch-Masch, was ich unangenehm finde, weil ich erstmal nicht weiß, ob die Infos doppelt zweisprachig abgelegt sind.
Normalerweise kommt jetzt das Online-Update, um die neuesten Paketversionen zu installieren. Novell hat aber alles, was mit Update zu tun hat, total vermurkst: da gibt's in YaST drei Icons, die alle was mit Update zu tun haben, man soll sich registrieren, um besseren Update-Service zu erhalten - aber das Registrieren funktioniert nicht, das Online-Update (YOU) zeigt keine verfügbaren Updates an, aber der watcher in der KDE-Leiste, und das dürre Handbuch, eher ein Glossar, erfreut einen mit wenig Informativem zur Thematik und dem gleichen Gemenge aus Deutsch und Englisch wie die Release-Notes.
Natürlich erhält man mit der SuSE 10.1 wie immer ein umfangreich ausgestattetes Betriebssystem, aber das, was alles Zusammenhalt, wirkt trotz der wochenlangen Verschiebung, die sich Novell geleistet hat, wie mit heißer Nadel zusammengestrickt. Mit dieser Distribution hat Novell sich, dem Namen SuSE und der OpenSource-Szene keinen Gefallen getan. Statt auf medienwirksame Effekte auf dem Desktop sollte man seine Konzentration auf das richten, was die Käufer zum Arbeiten wirklich benötigen.
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das ist nicht das was ich erwartet habe
Von Joerg-Uwe Tessmer
Novell SuSE Linux 10.1 schafft es bei allen bisher versuchten Architekturen die Hardware richtig zu erkennen und auch zu konfigurieren (I86,AMD64,EM64T). Aber warum noch einen zusätzlichen Menüpunkt "Details" bei der Paketauswahl? Der springt nicht wirklich gleich ins Auge. Weiterhin die Online Update Funktion. Warum wurde hier eine Registrierung eingebaut, die eh nicht klappt. Man hat keinen Einfluss auf den Update Server und zu guter letzt nach viel Geduld findet das System keine Updates - obwohl einige vorhanden sein sollten. Anfänger werden Probleme bei der Netzwerk konfiguration bekommen. Alles in Allem, nicht wirklich ein Fortschritt zu 10.0! Novell: Bitte nochmal nacharbeiten oder irgendwo veröffentlichen wie man die Online Update Tücke überwinden kann.
