Die TV-Falle: Vom Sendungsbewusstsein zum Fernsehgeschäft
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #116863 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2007-09
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 256 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
unglaublich gut
Von Florian Jung
Als Jemand, der selbst im Medium Fernsehen arbeitet, habe ich schon die Besprechung im SPIEGEL mit großem Interesse gelesen und mir heute morgen das Buch gekauft; jetzt habe ich es zu Ende gelesen und bin absolut fasziniert. Hier wird nicht nur die politische Verflechtung dargestellt, ein guter RUndumblick verschafft, wie Fernsehen entsteht und funktioniert, sondern es werden immer wieder private Erfahrungen und Annekdoten erzählt. Dabei wirkt der Schweizer sehr menschlich und sehr direkt, oft selbstkritisch und nachdenklich. Teilweise wünsche ich mir einige Stellen ausführlicher, aber gerade die kompakte Beschreibung des oben genannten machen das Buch unglaublich lesenswert. Entgegen vieler Medien ist keine Schönfärberei und das übliche mediale Herausgerede dadrin sondern sehr viel Authentizität.
Ich empfehle jedem, der etwas über Medien lernen will, dieses Buch unbedingt zu kaufen, ich bin fasziniert davon !
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Blick hinter die Kulissen...
Von Ulrich Reitzle
Über dieses Buch ist in der Presse viel Lärm gemacht worden. War dies viel Lärm um Nichts? Ich denke NEIN. Das Buch hat eine große Spannbreite und gibt Lesern einen Einblick ins Fernsehgeschäft. Es nicht die von einigen kolpolierte "Abrechnung mit der Fernsehbranche"!
Besonders aufschlussreich sind die Kapitel, in denen er nicht über Sat.1 schreibt; sondern über das irrationale Verhalten der öffentlich-rechtlichen Sender. Es scheint, dass dort mancher etwas "wild" geworden ist, und sie mit Gebührengeldern der privaten Konkurrenz das Leben schwer machen. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass Schawinski damit Recht haben könnte.
Sein zweiter Hauptkritikpunkt - es ist die brisanteste Stelle des Buches - richtet sich gegen die Regionalfenster, die Privatsender ins Programm nehmen müssen, wenn sie einen bestimmten Marktanteil erreichen. Und vor allem gegen deren Macher (Kluge, Aust und andere). Hier profitieren einige wenige von der Vernetzung zu Medienpolitikern (Beck, Eumann), die sich aus einem unerfindlichen Grund vor deren Karren spannen lassen. Unter dem Deckmantel der Sicherstellung der Meinungsvielfalt wird ein Programm produziert, dessen Quoten gegen Null gehen und die nachfolgenden Sendungen und den ökonomischen Erfolg in Mitleidschaft zieht.
Meine Empfehlung: Lesenswert!
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
unterhaltsam und aufschlussreich
Von Frank Z.
Was Schawinski schreibt, ist unterhaltsam und aufschlussreich. Bei Erzählungen von diversen Begegnungen mit sogenannten TV-Stars muss man einfach schmunzeln, bei Beschreibungen medienpolitischer Gegebenheiten in Deutschland dagegen stehen einem die Haare zu Berge. Vor allem für Leute, die der TV-Branche nahestehen, ist das Buch sehr interessant.
Sicher, der Autor mag eitel sein. Es ist zu spüren, dass "Die TV-Falle" Schwawinskis Abrechnung mit diversen Personen und Institutionen ist. Viele kriegen ihr Fett weg. Seine Perspektive ist die eines Senderchefs, er ignoriert manche Zusammenhänge, und meiner Meinung nach beurteilt er die Zukunft des Mediums "Fernsehen" nicht richtig und zu negativ. Macht da vielleicht einer eine Branche schlecht, in der er für sich keine Zukunft mehr sieht?
Trotz aller Kritik ein tolles Buch. Kann es sein, dass die zum Teil sehr schlechten Rezensionen hier von Leuten geschrieben wurden, die sich von Schawinski persönlich auf den Schlips getreten fühlen?



