Gedanken über die Nachahmung griechischer Werke in Malerei und Bildhauerkunst
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Produktbeschreibung
Ludwig Uhlig (Hrsg.) Johann Joachim Winckelmann gab den Anstoß zu einer geistigen Bewegung, die aus der Mitte des 18. Jahrhunderts bis in unsere Zeit hineinreicht. Der begeisterte Hinweis auf die alten Griechen und ihre Kunst wurde zunächst von der genössischen Kunst und Kunstkritik aufgenommen; Winckelmanns Bild vom Griechentum gab der klassischen Dichtung Goethes und Schillers dann aber auch ihr Ideal und der Geschichtsphilosophie von Herder bis Hegel ihren Orientierungspunkt. 157 Seiten, broschiert Reclam, 2007
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #215834 in Bücher
- Veröffentlicht am: 1986
- Einband: Taschenbuch
- 157 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die dollen ollen Griechen...
Von Melanie Holtmann
...sind Anlass für J. J. Winckelmann, mit seinen berühmt gewordenen "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" gleichsam eine ideelle und stilistische Grundlegung dessen, was man später als Klassik bezeichnen wird, zu verfassen. Winckelmann begründet die Antike als humanistisches Vorbild einer neuen Zeit; die Griechen seien, so sagt er, in allem der Vollendung nahe gewesen. Begünstigt durch Klima, Verfassung, Betätigung, hätten sie ideale Kunstwerke geschaffen, in denen sich "edle Einfalt" und "stille Größe" ihrer selbst spiegelten. Diese heroische Leistung, so Winckelmann, sei durch die "Nachahmung der Alten" wiederholbar, so wie es in der Renaissance Raffael als einziger anstellen konnte.
Winckelmanns Text, der für das Verständnis um die Graecomanie der Zeit so wichtig ist, lässt sich einfach und schnell lesen, muss aber in der kritischen Auseinandersetzung von der Euphorie des Autors gereinigt werden. Manche seiner Aussagen hat schon Lessing angegriffen; trotzdem lohnt sich eine Lektüre schon allein, um ein Gefühl für die Begeisterung seiner Epoche zu bekommen.
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