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Die Himmelstür zum Cyberspace: Eine Geschichte des Raumes von Dante zum Internet

Die Himmelstür zum Cyberspace: Eine Geschichte des Raumes von Dante zum Internet
Von Margaret Wertheim

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Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #580254 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2000
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 361 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Wunderbare Reise durch die Raumvorstellungen
Von Ombrage
Eine höchst interessante Reise durch die Geschichte des Raumes und den ihn prägenden und formenden Vorstellungen - vom mittelalterlichen dualistischen Weltbild über die perspektivische Malerei der Renaissance bis hin zum relativistischen Raumkonzept Einsteins und dem Cyberspace. Den grenzenlosen Veränderungs- und Glücksmöglichkeiten des natürlichen diesseitigen Daseins des Menschen gemäß, findet sich das Empyreum Dantes heutzutage in einem säkularen, technologisch akzeptierten Format und verdeutlicht angesichts der Dominanz des naturwissenschaftlichen Weltbildes das Bedürfnis nach Transzendenz. Wurde das Konzept der Überwindung der körperlichen Beschränkung einst für theologisch möglich gehalten, so wird es nun als technologisch und wirtschaftlich machbar wahrgenommen.

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Dante und Internet haben was gemeinsam
Von Wolfgang Baum
Margaret Wertheims historische Analyse des Raumes ist originell. Der Umstand, daß die Wahrnehmung des Raumes mit der Entdeckung der Subjektivität und damit der Neuzeit verbunden bleibt, ist zwar sicherlich keine neue These, wird aber auf erfrischende Weise von der Autorin, ihres Zeichens unverkennbar Naturwissenschaftlerin, rekonstruiert. Der Fokus des Buches richtet sich, wie der Untertitel bereits andeutet, auf die beiden Epochen der Renaissance und der Gegenwart. Die Hauptaussage der Autorin liegt in der Entdeckung einer Parallelität beider Epochen hinsichtlich der Frage, welcher Grad von Wirklichkeit der realen und virtuellen Welt zukommt. Es ist nicht weiter störend, daß das hier angesprochene Problem der Sache nach bereits im Mittelalter als sog. „Universalienstreit" reflektiert wurde und daher keine Erfindung der Neuzeit darstellt. Aber das Argument der Autorin überzeugt, in der Betroffenheit des Subjekts eine unverkennbar neue Fragestellung der abendländischen Kultur entdeckt zu haben. Daß die Analyse der Möglichkeiten des Cyberspace gegen Ende zu euphemistisch ausfällt, verdankt sich unter anderem der Tatsache, daß zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (1999) die kritischen Stimmen hinsichtlich der potentiellen Gefahren der virtuellen Welt des Internets noch wenig oder gar kein Gehör fanden. Umso beachtlicher die warnenden Bemerkungen der Autorin über den möglichen Wirklichkeitsverlust der „Cyberspace-User" am Ende der Ausführungen, die sich nicht erst seit dem „Drama von Erfurt" aktueller denn je erweisen.

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3Die Himmelstür zum Cyberspace: Eine Geschichte des Raumes von Dante zum Internet
Von nico köhler
Die Autorin hat den interessanten Begriff des Raumes zum Thema ihres Buches gemacht. Wie mann es von ihr als Physikerin erwarten konnte, hat sie sehr ausgiebig recherchiert und Informationen in diesen Buch für den interessierten Leser bereitgestellt. Wenn man sich zeitgeschichtlich, speziell über den Wandel der Betrachtung des Kosmos, informieren will ist, dieses Buch zu empfehlen. Gerade die jüngere Geschichte der Astrophysik des 20. Jahrhunderts ist gut herausgestellt. Dennoch meine ich, daß die wissenschaftlich-rationelle Sichtweise der Autorin, die dem Buch in angesprochener Weise zum Vorteil gereicht, an anderer Stelle einen erheblichen Nachteil birgt. Dieser tritt eklatant zu Tage, wenn man den Versuch anstellt, synthetische Betrachtungen der Theologie und der Philosophie, aus der analytischen Sicht eines Wissenschaftlers heraus zu erklären. Ihre Hoffnung die sie in den Cyberspace legt, sind aus dem gleichen Grunde unsinnig, da ihre Schlußfolgerung in Betrachtung der vorangegangenen komplexen kulturgeschichtlichen Kapitel, in "Cyper-Utopia" durchaus zusammengebastelt anmutet.

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