Letzte Nacht in Twisted River
|
| Preis: | EUR 26,90 Kostenlose Lieferung Details |
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Versand und Verkauf durch Amazon.de
109 neu oder gebraucht verfügbar EUR 9,38
Durchschnittliche Kundenbewertung:(75 Kundenrezensionen)
Produktbeschreibung
Roman
Erscheinungsjahr: 2010
Aus d. Amerikan. v. Hans M. Herzog
Gewicht: 540 gr / Abmessungen: 184 mm x 116 mm
Von Irving, John / Übersetzt v. Herzog, Hans M.
Von der Sehnsucht und der Flüchtigkeit des Glücks. Die Odyssee eines Kochs und seines Sohns durch New Hampshire und halb Amerika, ausgelöst durch eine tragische Verwechslung. Die Geschichte einer großen Liebe und vieler kleiner.
1954 in einem Flößer- und Holzfällercamp in den Wäldern von New Hampshire: Der 12-jährige Danny verwechselt im Dunkeln die Geliebte des Dorfpolizisten mit einem Bären, mit tödlichen Folgen. Der Junge muss mit seinem Vater Dominic, dem Koch des Camps, fliehen - zuerst nach Boston und von dort weiter nach Vermont und Iowa und schließlich nach Kanada, verfolgt von einem Rächer, der auch nach Jahrzehnten nicht vergisst. Jedes Mal steht Dominic in einer neuen Küche und muss aus fremden Zutaten etwas zaubern: ein neues Gericht, eine neue Identität, eine neue Existenz für sich und seinen Sohn. Doch das Leben von Danny und Dominic bleibt eine Achterbahnfahrt, mit höchstem Glück und tiefstem Schmerz, mit bedrohlichen ebenso wie mit liebenswerten Weggefährten. Dabei sehnen sich die beiden nur danach, endlich zur Ruhe, irgendwo anzukommen.
Pressestimmen:
"Irvings heißblütigster und gleichzeitig klarsichtigster Roman, von traumwandlerischer Eleganz, scharf und bissig, abgeklärt, intim, tolldreist. In diesem Roman verwebt Irving alles, was wir an seinen Büchern lieben, zu etwas völlig Neuem. (Los Angeles Times)
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #32675 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2010-05-20
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 736 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
in der Summe eher ärgerlich
Von Frauke Sonnenschein
Man muß sich bei Irving stets durch die ersten mindestens 100 Seiten kämpfen - erst dann nehmen seine Romane Fahrt auf und man legt sie nicht mehr aus der Hand.Bei diesem Roman nahm der Kampf leider kein Ende. Ich liebte keinen seiner Protagonisten wirklich, die vielen (z.T. abstrusen und konstruierten) Unfälle und Unglücke ließen mich seltsam unberührt und kalt, die Karriere des Danny Angel (schon der Name!) war wohl eine narzistische Beschreibung des persönlichen Werdegangs Irvings. Und das Ende hat mich regelrecht verärgert. Dieses hätte der Leser nach all den Mühen zum Ende zu kommen nicht verdient. 2 Sterne dafür, daß er doch geschafft hat, mich dieses Buch auslesen zu lassen ....
41 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Gelungen, aber nicht Irvings bester Roman
Von Michael Dienstbier
Vier Jahre nach seinem bisher letzten Roman Bis ich dich finde hat John Irving nun mit "Letzte Nacht in Twisted River" sein neues Werk vorgelegt, welches alles bietet, wonach Fans des amerikanischen Schriftstellers der Sinn steht. In epischer Breite schildert Irving die Geschichte dreier Menschen, die sich über mehr als fünf Jahrzehnte erstreckt und aufgrund eines tragischen Vorfalls eine Geschichte von Flucht, Verfolgung und gescheiterten Träumen, aber auch von unzertrennlicher Freundschaft und kurzen Momenten des Glücks darstellt.
New Hampshire, 1954: Der Koch Dominic Baciagalupo lebt mit seinem kleinen Sohn Daniel in einer abgelegenen Holzfällersiedlung am Twisted River. Sein bester Freund ist der trinkfeste und bärbeißige Holzfäller Ketchum, hinter dessen rauer Oberfläche, wie echte Männer nun mal so sind, ein weicher und sentimentaler Kern steckt. Aufgrund einer Verkettung von mehreren unglücklichen Umständen erschlägt der kleine Daniel die Geliebte seines Vaters bei deren gemeinsamen Liebesspiel. Die beiden müssen fliehen, um der Rache des brutalen Constables Carl zu entkommen. Ihre Flucht entpuppt sich zu einer wahren Odyssee, im Verlaufe derer Daniel zu einem erfolgreichen Schriftsteller heranreift.
"Last Night in Twisted River" ist neben der bewegenden Lebensgeschichte von Dominic, Daniel und Ketchum, der heimlichen Hauptperson des Romans, auch die Geschichte des Heranreifens eines Schriftstellers, mit welchen Schwierigkeiten und inneren Kämpfen er sich auseinander zu setzen hat und wie die Reaktionen auf seine Werke das Leben des Autors beeinflussen können. In diesem Zusammenhang begibt sich Irving auf für ihn ungewohntes metafiktionales Terrain. Gegen Ende des Romans ringt Daniel um den ersten Satz seines neuen Buches und formuliert nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen die endgültige Version, mit welcher dann auch "Last Night in Twisted River" beginnt. Sprich, wir erleben, wie sich am Ende der Handlung der Protagonist des Buches daran begibt, eben dieses zu schreiben.
Fazit: Irvings neuer Roman ist nicht sein bester. Er reicht nicht an die Klasse von Garp oder Owen Meany heran, dafür bleiben zu viele Handlungsstränge zu sehr an der Oberfläche. Dennoch überzeugt auch "Letzte Nacht in Twisted River" durch einen epischen Schreibstil und die überzeugende Darstellung des Schicksals dreier Menschen.
34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
weitläufig und langatmig...
Von A. Zanker
Schnell kann man ihn nicht lesen, auch wenn es weder schwer verständlich, noch in konzentrierter Form geschrieben ist. Eine weitläufige und langatmige Schilderung, in dessen Mittelpunkt eine Vater-Sohn-Beziehung (Cookie und Danny) steht, eine schicksalhafte Freundschaft zu einem Holzfäller (Ketchum) - angereichert mit ein paar wechselnden Frauenbeziehungen, in einem Umfeld von Restaurants und verschiedenen Küchen-, in mitten von Ländlichem und Provinzalisierung.
Wir sind in Amerika, Canada, wir begleiten ganze Menschenleben und Schicksale bis an ihr Ende - nehmen teil an Einzelschicksalen, bekommen Einblick in das Innenleben einfacher Menschen, begleiten Danny, dem Sohn des Koch's bei seiner Schriftsteller-Karriere, und bleiben über endlos lange Strecken, Beobachter, eines verfolgenden Polizisten, der den Koch über viele Jahre hinweg, verdächtigt und verfolgt und ihn eines Tages stellen will.
Ein versehentlich verübter Mord an einer Frau, bildet hierfür den Hintergrund und roten Faden, über eine Verfolgung, die sich mit Unterbrüchen über ein ganzes Menschenleben hinweg hinzieht.
Ein Roman, der mit vielen Wiederholungen aufwartet, in ständigen Schleifen sich ergiesst, wo man sich beim Lesen frägt, um was es dem Autor eigentlich geht, was denn nun die eigentliche Botschaft dieses Buches ist, selbst im Lesekreis, wo das Buch besprochen wurde, hatten wir alle eine gewisse Uneinigkeit und Unschlüssigkeit zu bemerken.
Ich selbst, habe mich manchmal beim Lesen ein wenig verloren gefühlt, in einem viel zu langatmigen Roman, der zwar nicht fesselt aber auch genauso wenig langweilt. Für mich ein durchschnittlicher Roman, bei dem man nicht vorwärts kommt, garniert mit feinen Beobachtungen und Beschreibungen, was ihn teilweise sehr lesenswert macht. Über's Ganze hinweg gesehen, aber dann doch nicht zu überzeugen vermag, leider. Ein Buch, das einen zeitlich sehr stark fordert, den Leser aber nur bedingt zu belohnen vermag, schade drum.
Die hier ersichtlichen 5-Sterne-Rezensionen sind für mich (wieder einmal) leider nicht nachvollziehbar, ein solches Buch, wie es der neue Irving ist, würde ich nie weiterempfehlen.
6 Wörter die mir bei diesem Buch in den Sinn kommen: mühsam, langatmig, quälend, hinhaltend, unbefriedigend, enttäuschend.



