Psychologie des Spiels: Ein handlungstheoretischer Ansatz
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Produktbeschreibung
Rolf Oerter entwirft in diesem Buch eine neue Theorie des kindlichen Spiels. Ausgehend von der psychologischen Handlungstheorie zeigt er, dass der Sinn des Spiels darin besteht, der Lebensbewältigung zu dienen. Die existenzielle Bedeutung des Spiels zeigt sich auch darin, dass es in modifizierter Form im Erwachsenenalter erhalten bleibt. Der Autor wählt den handlungstheoretischen Zugang, um das Phänomen des Spiels von einem übergreifenden Standpunkt aus zu betrachten und so das bisherige Verständnis von Spiel zu erweitern und zu vertiefen. Die Darstellung wird durch eine Fülle von Beispielen kindlicher Spiel-abläufe ergänzt.
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #256342 in Bücher
- Veröffentlicht am: 1999-07-01
- Einband: Taschenbuch
- 344 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Theorie des Spiels ...
Von Ein Kunde
Dies ist eines der sehr wenigen Bücher, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Spiel auseinandersetzen. Spiel steht oft im Mittelpunkt der Betrachtung, aber eine wissenschaftliche Aufbereitung, Auseinandersetzung und Untersuchung des Spiels, die dann zu einer Charakteristik dieses zentralen kindlichen Themas führt, gibt es so gut wie nie.
Prof. Oerter hat sich an dieses Thema herangewagt und bereitet es wissenschaftlich auf. Er schöpft dabei natürlich aus seinem sehr großen entwicklungspsychologischen Fachwissen.
Dies ist ein Buch für Theoretiker, für Studenten, Wissenschaftler, Pädagogen, Erzieher und natürlich auch für Eltern, die das nötige Vorwissen, Interesse und die Geduld mitbringen, sich wissenschaftlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Titel Psychologie des Spiels" lässt die Erwartung hochschnellen, umso tiefer ist die Enttäuschung
Von Lachteufel
Psychologie des Spiels", ein handlungsorientierter Ansatz, lässt die Erwartung hochschnellen und umso tiefer ist die Enttäuschung.
In 1.2. Spiel: eine besondere Art der Handlung" wird die Zweckfreiheit" behauptet und das Flusserlebnis" in den Vordergrund gestellt. Nun mag dies zwar modern klingen, ist aber Unsinn, denn jedes Spiel dient einem Zweck, das Fußballspiel u.a. dem Tore schießen, da Klavierspiel dem Musizieren, und viele andere Spiele dem einen Zweck, nämlich Spaß zu haben. Ob dabei ein Flusserlebnis entsteht, mag von der Virtuosität des Spielers abhängen, aber es ist der Zweck um den es geht und nicht das Flusserlebnis.
Oerter wandert im Folgenden durch zusammenhangslose Konstrukte, die ihm weder der Handlungstheorie noch dem Spiel näherbringen, fast hat es den Anschein als seien hier mehrere studentische Diplomarbeiten in abenteuerlicher Sortierung in ein Buch gepresst worden. In Teil IV behauptet er das Kind spielt nicht um zu lernen". Warum er dies behauptet und auf welche Belege er sich stützen möchte, bleibt unklar.
So hofft man schließlich auf ein wenigstens komplettes Literaturverzeichnis, um sich weiter in das Thema einarbeiten zu können. Aber auch hier wird man enttäuscht. Das Sach- und Personenregister ist ebenso willkürlich wie inkomplett. Die Bedeutung des Spiels in z.B. der Mikropolitik (Oswald Neuberger) kommt bei ihm nicht vor (obwohl handlungstheoretisch bedeutsam). Der Großmeister des Faches Johan Huizinga (Homo Ludens) ist ihm einen Satz im Anhang wert.
Ein trauriger Versuch in kurzer Zeit ein dickes Buch zu schreiben und Generationen von Studenten darunter leiden zu lassen.



