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Die Eleganz des Igels: Roman

Die Eleganz des Igels: Roman
Von Muriel Barbery

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Durchschnittliche Kundenbewertung:
(141 Kundenrezensionen)

Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #13848 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2008-05-01
  • Einband: Taschenbuch
  • 380 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

201 von 215 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
3Wie gesprächig kann ein Igel sein?
Von Eskalina
Es ist oft eine Freude die wunderbar geformten Sätze zu lesen und ich habe mich mehr als einmal gefragt, warum der Name der Übersetzerin Gabriela Zehnder, die es vermochte, die Melodie der Sprache so gekonnt zu übersetzen, nur einmal genannt wird und die es dem Verlag noch nicht einmal wert ist, dass man ihr ein paar Zeilen im Klappentext widmet. (Fast eine Parallele zur Concierge, deren Arbeit von allen geschätzt wird, die aber aufgrund ihrer Rolle immer im Hintergrund zu stehen hat.)
Trotz der Freude ist es aber auch häufig eines: etwas anstrengend und sogar manchmal etwas ermüdend, wenn allzu viel parliert wird, wenn der Grundgedanke der Überlegungen und Abschweifungen schon als Schatten seiner selbst 5 Seiten zuvor zu finden ist und über dem ganzen fast in Vergessenheit gerät.
Das ist einer der Punkte, die dazu führten, dass ich die allgemeine Begeisterung nicht so ganz teilen mag. Und noch etwas war für mich nicht stimmig. Ein zwölf Jahre altes Mädchen und eine 54 Jahre alte Frau müssen einfach unterschiedlicher in ihren Formulierungen sein. Natürlich sind beide Hyperintelligent und darauf werden wir als Leser dann auch mehr als einmal hingewiesen, als wenn wir das nicht aus der Sprache und den verwendeten Zitaten schon verstanden hätten, wird es immer wieder in die Geschichte eingestreut, doch die Autorin gibt den Beiden die selbe Art von Sprache, legt ihnen Sätze in den Mund, die von ihnen beiden stammen könnten und so besitzen Renèe und Paloma für mich keine eigene Identität und wirken darum seltsam homogen und nicht authentisch genug, als dass ich ihnen die von Frau Barbery zugedachte Rolle abnehmen mag.

Natürlich werde ich nichts über das Ende des Buches verraten, doch auch hier war ich nicht sehr begeistert von dem, was die Autorin für ihre Hauptperson vorgesehen hat und auch, wenn es kein unrealistisches Ende ist - unrealistisch ist eher die Existenz einer überintelligenten philosophierenden Concierge wie Renèe und eines Wesens wie Paloma, deren Sprache und Erfahrungen zu abgeklärt und zu Lebenserfahren für ein Mädchen ihres Alters klingt ' so hat es mir persönlich nicht gefallen.Insgesamt, mag ich mich der allgemeinen Begeisterung nicht anschließen, da es zwar sprachliche Schönheit aufweist und zum Teil interessante Ausflüge in die Philosophie bietet, mir aber zu viele Kritikpunkte bietet, um es uneingeschränkt zu empfehlen.

53 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Das könnte mein Buch des Jahres werden!
Von Daniela Möhrke
"Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery hat mich schon beim Lesen des Klappentextes sehr angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil. Ich bin vollkommen begeistert von der Sprache des Buches (auch ein Lob an die Übersetzerin!), von der Darstellung der Figuren, von der Spannung die erzeugt wird und von der Einzigartigkeit der Geschichte an sich.
Endlich mal wieder ein Buch, das kein Abklatsch eines anderen ist.
Einziges Manko: die alte deutsche Rechtschreibung!

Alles spielt sich in der Rue de Grenelle 7 ab, wo mehrere reiche Familien leben. Renée ist die Concierge des Hauses und spielt ihre Rolle auch auf beeindruckende Art und Weise. Eigentlich ist sie aber hochintelligent (sehr belesen und kennt sich mit Kultur, Geschichte etc. überdurchschnittlich gut aus) und versucht dies aber, entsprechend ihre Berufsstandes zu vertuschen, indem sie alles so macht, wie es eine Concierge normalerweise tun würde.
Im selben Haus lebt auch Paloma - sie gehört einer reichen Familie an, kann dem aber nichts abgewinnen, weil alle so anders sind als sie selbst und ihr nur wenig Verständnis entgegenbringen. Sie beschließtan ihrem 13. Geburtstag Selbstmord zu begehen, wenn sie nicht bis dahin etwas entdeckt hat, was ihr Leben lebenswert macht und ihren bisherigen Eindruck vom Leben widerlegt, nämlich dass man aus seinem vorherbestimmten Schicksal (in ihrem Fall reich und abgestumpft zu werden) nicht herauskommt.
Mit dem Einzug von Monsieur Kakuro in eine freigewordene Wohnung, ändert sich alles. Er wirkt auf alle anziehend durch seine unvoreingenommene Freundlichkeit allen gegenüber und seine Weisheit.
Er entdeckt auch das Besondere in Renée und Paloma und über ihn lernen sich die beiden kennen. Sein Einzug verändert also so einiges und er bringt neue Hoffnung in das Leben der beiden, dass sie so sein können, wie sie wirklich sind.

Für mich hat dieses Buch definitiv alles, was ein guter Roman braucht.
Tiefgang, Gefühl, Spannung, Sprache auf höchstem Niveau, einen charmanten Humor...
Ich bin restlos begeistert!

27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
4Philosophisches Buch der besonderen Art
Von Ela Flury
Habe erst vor ein paar Stunden diesen besonderen Roman zu Ende gelesen und danach in Amazon nach den Rezensionen gestöbert. Ein wenig enttäuscht bin ich, dass er von manchen mit nur 1, 2 oder 3 Sternen bedacht wurde. Ich finde, er hat mehr verdient.
Vielleicht hilft es den zukünftigen Lesern, im Voraus zu wissen, dass der Roman neben einer guten Geschichte nicht einfach nur unterhalten will, sondern den Leser auch an philosophischen Gedanken teilhaben lassen möchte, die ihn auch nach der Lektüre noch beschäftigen.
Der Anfang des Romans ist vielleicht ein wenig schwierig, manche Fremdwörter hemmen den Lesefluss, man hat unter Umständen manche Grundlagen nicht parat, über die die Protagonistin (eine Consierge) offenbar verfügt, aber man sollte sich deshalb nicht beirren lassen. Das alles hindert den Leser nicht daran, der Handlung und den Gedanken zu folgen, die Hauptfiguren ins Herz zu schließen und die Essenz zu verstehen.
Mir hat sehr gut gefallen, wie die andere Hauptfigur (Paloma, ein 12jähriges Mädchen) sich auf die Spur nach dem Sinn des Lebens macht, auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass man in diesem Alter sich so ausdrücken kann wie sie das tut.
Der Roman ist einzigartig in seiner Art und man merkt, dass die Autorin die Menschen liebt. Wie anders könnte sie uns sonst das Bild von Menschen malen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sich selbst finden und das, was sie glücklich macht?

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