Angriff aus dem Netz: Der nächste Krieg beginnt im Cyberspace
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #57108 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2010-12-01
- Einband: Taschenbuch
- 420 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nur ein Hacker kann die Welt retten
Von Gospelsinger
Der 16jährige Sam ist ein Hacker. Und was für einer! Sich in das Computernetz im Weißen Haus einzuhacken, schafft nicht jeder.
Allerdings bekommt ihm das nicht gut, denn er wird erwischt und landet in einer Art Knast. Nach den neuen Gesetzen in den USA kann er für den Rest seines Lebens festgehalten werden. Keine besonders guten Aussichten. Aber zum Glück ist Sam durch seine Hackerqualitäten in der Lage, zu fliehen. Leider währt die Freude nicht lange, denn Sam wird wieder erwischt. Er denkt, dass sein Leben jetzt am Ende ist.
Weit gefehlt. Denn Sam kommt nicht zurück in den Knast, im Gegenteil. Er bekommt einen Job angeboten, einen äußerst gut bezahlten Job, der noch dazu Spaß macht. Im Auftrag der Regierung soll er das tun, was er am besten kann: Hacken. Ein Traumjob.
Das neue Leben lässt sich gut an. Aber nach kurzer Zeit tritt der Ernstfall ein: Eine Attacke auf das gesamte Computernetz der Welt.
Schnell wird deutlich, dass einen Zusammenhang zu den so beliebten Neuro-Headsets gibt. Sie taugen nicht nur dazu, Maus und Tastatur einzusparen und Musik und Spiele direkt im Kopf zu erleben, sondern sie können auch dazu benutzt werden, direkt ins Hirn einzugreifen. So werden sie zur tödlichen Falle.
Sam und seine Freunde suchen verzweifelt nach einer Möglichkeit, die weltweite Bedrohung abzuwehren. Dabei werden sie selbst zu Gejagten.
Ich musste mich anfangs erst einmal in den Hacker-Jargon einlesen, aber das ging sehr schnell und ich konnte problemlos in das spannend geschriebene Buch eintauchen.
Hoch entwickelte Computertechnik, wilde Verfolgungsjagden, rasant und ziemlich realistisch ' wer noch ein Buch sucht, dass man einem technikbegeisterten, aber eigentlich lesefaulen Jungen unter den Weihnachtsbaum legen kann, ist mit diesem Jugendthriller gut bedient.
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein spannender Action-Cyberkrimi
Von FlyingStyle
Diese Zukunft ist gar nicht so weit von unserer entfernt. Aber doch so weit, dass man froh sein kann, dass das, was Sam passiert, nicht auch einem selbst passieren könnte. Noch nicht.
Sam ist einer der besten Hacker der Welt. Wenn er möchte, hat er Zugang zu jedem Computer, auch wenn es noch so unmöglich scheint, ihn über das Datennetz zu erreichen. Welche Macht er wirklich hat, wird klar, als er die größte Telekommunikationsfirma Amerikas "Telecomerica" hackt. Und das nur, um sich und seinem besten Freund ein neues Notebook und je eins der ultramodernen Neuro-Headsets zu besorgen. Der Coup gelingt ihm, allerdings ist das gesamte Netz Amerika und ein Großteil der restlichen Welt für mehrere Tage nicht mehr online.
Nach dieser Aktion und dem Erhalt der neuen Ware, ist die Angst des erwischt werdens jedoch schnell vorbei und Sam probiert nicht nur sein neues Headset aus, mit dem er direkt über seine Gedanken einen Computer steuern kann, sondern er geht auch zu einer Hacker-Con. Es stellt sich allerdings heraus, dass das nicht die echte Con ist, sondern dass er sich dafür im Internet in eine bestimmte Zone hacken muss. Nämlich mitten ins Weiße Haus. Was zuerst völlig unmöglich scheint, ist für Sam jedoch kein echtes Problem. Dieser Hack bringt ihn jedoch ins Gefängnis und er sieht sich vor die Entscheidung gestellt, ob er fliehen und ein Lebens als Flüchtling leben will oder weiterhin hinter Gittern sein Leben fristen will. Das Ausbrechen an sich stellt natürlich kein echtes Problem dar, wenn man ein so guter Hacker ist wie Sam... Doch diese Entscheidung soll sein ganzes Leben verändern, denn er lernt Dinge kennen, von denen er bisher nicht einmal ahnte, dass es sie gibt.
Der Roman "Angriff aus dem Netz - Der nächste Krieg beginnt im Cyberspace" beginnt als Cyberkrimi, wird nach und nach aber immer Action-lastiger. Der Autor Brian Falkner hat hier eine Zukunftsvision entworfen, die nah an unserer eigenen Welt ist, aber eben doch etwas anders. Las Vegas wurde von einer riesigen Atomexplosion ins Schutt und Asche gelegt und seit kurzem können die Menschen über die so genannten Neuro-Headsets mit ihrem Gehirn Computer steuern und Daten empfangen. Doch was passiert, wenn Millionen von Individuen virtuell miteinander verknüpft sind? Das ist die Hauptfrage, der Falkner hier auf den Grund geht. Dabei ist ein rein fiktiver Roman entstanden, dem man trotzdem an manchen Stellen kaum glauben kann, dass er lediglich der Fantasie entsprungen ist.
Auch wenn Brian Falker intensiv über die Hacker-Szene schreibt und dabei stellenweise sogar beschreibt, wie Sam vorgeht, bleibt alles doch immer weit genug im Verborgenen. Spezielle Computerbegriffe werden nicht übermäßig oft benutzt oder erklärt. Während der Angriffe oder wenn etwas besonders interessanten an den Computer passiert, wird das Geschehen mit Bildern umschrieben. So werden Viren als Monster dargestellt, die angreifen, zubeißen, sich durch etwas hindurch fressen. Man muss also kein Experte sein, um zu verstehen, was passiert und obendrein gewinnt der Roman durch diese farbigen Bilder, die er im Kopf heraufbeschwört, zusätzlich an Spannung.
Der Roman gewinnt quasi mit jeder Seite an Geschwindigkeit. Beginnt er noch in gemäßigtem Tempo, so dauert es nicht lange, bis er auf Höchstgeschwindigkeit läuft. Ständig passiert irgendetwas, man kommt als Leser kaum zu Atem und verschlingt fieberhaft eine Seite nach der anderen. Immer wieder passiert noch irgendetwas, womit man nicht gerechnet hätte. Etwas schwach ist leider die Auflösung des großen Problems ganz am Ende des Buches. Hier hätte man sich doch eine etwas plausiblere und vor allen Dingen spektakuläre Erklärung gewünscht. Das ändert jedoch nichts daran, dass einen der Roman von der ersten Seite an zu fesseln weiß. Wer von Computer fasziniert ist oder sich Gedenken darüber macht, wie sich unsere Technik entwickeln könnte und was für Folgen haben wird, und mit diesen Themen dann rasant gut unterhalten werden will, muss hier einfach zugreifen.
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Spannung pur! :)
Von Sassen, Heike
Als Sam wegen eines Megahacks verhaftet wird, sieht er sich schon die nächsten Jahre hinter Gittern. Aber dann bietet ihm die CDD, eine Spezialeinheit der Homeland Security einen Job im Silicon Valley an. Zusammen mit anderen ehemaligen Hackern wird ihm die Verantwortung für die Cybersicherheit des ganzen Landes übertragen und plötzlich steht Sam einem Feind gegenüber, der unschlagbar zu sein scheint.
Was, wenn das Internet plötzlich Zugriff auf dein Gehirn hat? Auf die Gehirne aller Nutzer. Was, wenn es sich verselbständigt? Was, wenn plötzlich das Netz selbst dein größter Feind ist?
Mit 'Der Tomorrow-Code' hat Brian Falkner mich im letzten Jahr sofort überzeugt. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an seinen zweiten in Deutschland veröffentlichten Thriller und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil!
'Angriff aus dem Netz' steht seinem Vorgänger wirklich in nichts nach und fesselt den Leser von der ersten bis zu letzten Seite. Unglaublich spannend hält es einen in Atem und man hat keine Ruhe, bis auch die letzte Seite verschlungen ist.
Wie auch in seinem fulminanten Debut hat es Falkner geschafft seinen Figuren und Schauplätzen Leben einzuhauchen und seiner Story einen passenden Rahmen zu verleihen. Besonders gefallen haben mir seine wirklich grandiosen Beschreibungen von Las Vegas und die feinfühlige Schilderung der Beziehungen untereinander.
Wem 'Der Tomorrow-Code' gefallen hat, sollte sich diesen Cyber-Thriller auf keinen Fall entgehen lassen. Viel mehr Spannung geht einfach nicht und man bleibt unweigerlich mit der Frage zurück, wie futuristisch das Szenario wirklich ist, das Falkner darstellt. Sind wir wirklich so weit von der absoluten Kontrolle entfernt? Und wie nah ist der Mensch der Auslöschung durch die eigene Spezies wirklich?
Zitate:
'Wir sind unsere eigenen Erinnerungen', sagte Dodge plötzlich. 'Sonst sind wir nichts. Die Erinnerungen machen uns zu dem, was wir sind. Die Summe aller Erinnerungen, vom Tag unserer Geburt an. Wenn du sämtliche Erinnerungen eines Menschen gegen die eines anderen Menschen austauschst, wird er ein anderer Mensch. Dann denkt, fühlt und handelt er anders.' (Seite 297)
'Alles, was ich weiß, ist Erinnerung', fuhr Sam nachdenklich fort. 'Jeder Mensch, den ich jemals im Leben kennengelernt habe, alles, was ich jemals getan habe. Alles könnte falsch sein. In mein Gehirn implantiert.' Es war ein atemberaubender, ein entsetzlicher Gedanke. Was wäre, wenn nichts wirklich gewesen wäre, was er jemals erlebt hatte? Waren die Leute, die er als Vater und Mutter kannte, wirklich seine Eltern? Hatte Fargas jemals gelebt, außerhalb von Sams Gedankenwelt?' 'Ich glaube, du würdest es wissen', sagte Vienna leise. 'Ich weiß nicht, warum, aber ich glaube, du würdest es wissen.' (Seite 299)
War es wirklich nur wenige Monate her, dass er ein Schüler in New York City gewesen war? Die Stadt, in der er seit seiner Geburt gelebt hatte. Wochen, Monate, Jahre waren vergangen, aber seine Welt war immer mehr oder weniger die gleiche geblieben. Zur Schule gehen. Mit Fargas rumhängen. Abendessen mit seiner Mutter. Aber seither war er offensichtlich von eine, Tornado gepackt und von einem Ereignis zum nächsten gewirbelt worden, ohne jemals genug Zeit zu finden, Atem zu holen und nachzudenken. Aber vielleicht war es auch ganz gut so. Denn wenn er erst einmal innehielt und sich die Zeit nahm, gründlich nachzudenken, stellten sich entsetzlich düstere Gedanken ein. (Seite 327)
Sam schloss die Augen. Als Kind hatte er sich manchmal gefragt, wie es wohl sei, wenn man tot war, Plötzlich tot. Ohne jede Vorwarnung, vielleicht durch eine Kugel, einen Herzstillstand, einen Hirnschlag. In einem Augenblick läufst du noch durch dein Leben, bist hundertprozentig lebendig, denkst an alles, und jedes, überlegst, was du zu Mittag essen willst und mit wem du nach der Schule anhängst. Und im nächsten Augenblick kommt alles zum Stillstand. Weil du tot bist. Du denkst an gar nichts mehr. Machst keine Pläne mehr. Weil es dich nicht mehr gibt. (Seite 352)



