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Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet.

Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet.
Von Simon Singh

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Durchschnittliche Kundenbewertung:
(62 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibung

Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet. Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Sachbuch 2001
Erscheinungsjahr: 2001
m. 76 Abb.
Gewicht: 536 gr / Abmessungen: 210 mm x 136 mm x 35 mm
Von Singh, Simon

Geheimsprachen verhindern, dass wichtige Informationen von den falschen Personen aufgeschnappt werden. Da diese Botschaften jedoch immer wieder entschlüsselt werden konnten, wurden die Geheimsprachen im Laufe der Jahrhunderte immer komplizierter. Von einfachen mechanischen Vorrichtungen über mathematische Operationen bis zu komplizierten Computerprogrammen bietet Simon Singh einen spannenden Einblick in die 2000-jährige Geschichte der Verschlüsselung.

Pressestimmen:
"Singhs Buch beschränkt sich nicht auf historische Anekdoten, sondern führt anschaulich in die Verfahren zur Verschlüsselung ein." (Frankfurter Rundschau)

Leseprobe:
"Die Gänse, die nie schnatterten
Dreizehn Jahre lang hatten die Briten und Franzosen geglaubt, die Enigma-Verschlüsselung sei nicht zu knacken, doch nun schöpften sie Hoffnung. Die polnischen Erfolge hatten bewiesen, dass die Enigma angreifbar war, und dies stärkte die Moral der alliierten Kryptoanalytiker. Die polnischen Bemühungen waren zwar seit der Einführung neuer Walzen und Steckerkabel festgefahren, doch es blieb dabei, dass die Enigma nicht mehr als perfekte Verschlüsselungsmaschine galt.
Die polnischen Erfolge führten den Alliierten zudem vor Augen, dass man Mathematiker durchaus erfolgreich als Codebrecher einsetzen konnte. Bei den Engländern in Room 40 hatten die Linguisten und Altphilologen immer die erste Geige gespielt, doch nun bemühte man sich gemeinsam, auch Mathematiker und Naturwissenschaftler zu rekrutieren. Dabei spielten die "Old-


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #6883 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2001-12-01
  • Einband: Taschenbuch
  • 460 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Ein spannendes Buch, das auch Wissen vermittelt.
Von Ein Kunde
Simon Singh versteht es, ein auf den ersten Blick eher uninteressantes Thema einem breiten Publikum schmackhaft zu machen - das Buch ist keineswegs trocken, sondern ausgesprochen interessant und spannend. Zahlreiche Abbildungen und Beispiele sorgen dafür, daß auch ein durchschnittlicher Leser alles verstehen kann. Weiters wird einem klar, daß Kryptographie nicht nur etwas für „Freaks" ist, sondern aus dem heutigen Leben kaum wegzudenken ist.
Die historischen Hintergründe der Verschlüsselung werden besonders ausführlich erklärt. Caesar, Maria Stuart, Ludwig XIV. - sie alle nutzten verschiedene Verfahren, um ihre Botschaften zu schützen. Außerdem wurden Kriege entscheidend durch Kryptographie beeinflusst.
Besonders interessant fand ich die Diskussion zwischen den Strafverfolgern und den Bürgerrechtlern. Es ist ein heikles Thema - die heutige Verschlüsselung ist zurzeit praktisch nicht zu knacken und daher ein gefährliches Hilfsmittel in den Händen von Kriminellen. Nichtsdestotrotz ist eine staatliche Beschränkung von Verschlüsselungsverfahren keineswegs empfehlenswert. Der Online-Handel gewinnt immer an Wichtigkeit und daher sind sichere Zahlungsverfahren nötig. Außerdem ermöglicht die Infrastruktur der elektronischen Kommunikation eine lückenlose und automatisierte Überwachung aller Bürger - ein Horrorszenario das glücklicherweise durch den Gebrauch von Verschlüsselungsverfahren vermieden werden kann.
Leider fehlt in dieser DTV-Neuauflage des Buchs die sogenannte "Cipher Challenge", ein Entschlüsselungswettbewerb von Simon Singh der mit 10.000 britischen Pfund Preisgeld prämiert war und inzwischen schon gelöst ist. Daher wurden die 10 verschlüsselten Rätsel offenbar ausgelassen, aber auch ohne den Anreiz der Prämie ist es sicher spannend und unterhaltsam, das in diesem Buch neu erworbene Können zu testen.
Insgesamt kann ich „Geheime Botschaften" uneingeschränkt empfehlen.

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5sehr informativ und unterhaltsam zugleich
Von Ein Kunde
Als ich das Buch das erste mal in Händen hielt war ich erst skeptisch ob ich das jemals bewältigen würde. Doch das Buch liest sich wie von selbst. Es ist sehr unterhaltsam und wie eine fortlaufende Geschichte geschrieben bei der man an jeder Stelle wissen möchte wie es weiter geht. Nebenbei lernt man sehr viel dabei und alles wird schön erklärt so das auch jemand der sich vorher noch nicht damit beschäftigt hat alles gut versteht. Und wie schon in einer anderen Rezension geschrieben - man bekommt richtig lust gleich loszulegen und sich über die bisher noch nicht entschlüsselten Beispiele herzumachen, das ist wirklich wahr. Von mir für dieses Buch deshalb volle Punktzahl.

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Populärwissenschaftliches Buch der Spitzenklasse
Von isy3
In diesem packend und unterhaltsam geschriebenen Buch wird die Geschichte der Kryptographie nachvollzogen, und eine Menge spannende, wahre Geschichten um Geheimbotschaften und deren Entschlüsselung sowie die Entzifferung der Hieroglyphen und anderer vergessener Schriften erzählt. Bereits dieser Teil des Buches ist sein Geld wert, doch das ist noch lange nicht alles: Es werden die verschiedensten Verfahren der Kryptographie Schritt für Schritt erläutert, so daß auch der Laie sie verstehen kann. Dabei bleibt Singh stets so allgemeinverständlich wie möglich und quält seine Leser nie mit ermüdenden Formeln. Stattdessen werden schwierige mathematische Probleme anschaulich dargestellt, was Singh sogar mit der sperrigen Quantenphysik gelingt.

Das Buch hat aber nicht nur schriftstellerische Qualitäten, es enthält eine zusätzliche Dimension: es ist moralisch ehrenwert, und zwar zum Einen, weil darin die Menschen genannt werden, die sich in der Kryptographie verdient gemacht haben, und deren Leistungen oft geheimgehalten oder ohne Würdigung zum wissenschaftlichen Allgemeingut wurden. Wir erfahren hier von den unbekannten Helden, die Kriege entschieden und nie namentlich erwähnt oder geehrt wurden, von Forschern, die Wichtiges entdeckten und um die Früchte ihrer Erkenntnisse gebracht wurden und von tragischen Persönlichkeiten, die kurz vor dem Ziel innehielten, von anderen, die verlacht oder gar verfolgt wurden. Das Ganze ist sauber recherchiert und solide dokumentiert, reichliche Abbildungen unterstützen die Fakten machen das Buch zum abwechslungreichen Genuß.

Zum Anderen wirft Singh in den Schlußkapiteln einige moralische Fragen zu dem elementaren Grundrecht des Einzelnen auf die künftige Privatheit seiner elektronischen Korrespondenz auf. Einerseits soll die Privatheit und das Briefgeheimnis durch Verschlüsselung geschützt werden, andererseits steht dadurch auch Kriminellen oder Terroristen ein Weg zum Mißbrauch offen. Hier legt Singh die widerstreitenden Positionen von staatlichen Überwachungs- und Kontrollwünschen zu demokratischen Freiheitsbestrebungen dar und gibt wichtige Denkanstöße.

Die Freunde des Knobelns kommen in dem Buch auf ihre Kosten, denn Singh stellt darin jede Menge kryptographische Aufgaben, an denen man seine neugewonnenen Kenntnisse gleich ausprobieren kann. Wer durch die Lektüre Lust auf Mehr bekommen hat, kann sich dann in den Anhängen und dem Literaturverzeichnis weitergehend informieren. Hier hat sich der Verlag sogar die Mühe gemacht, deutsche Titel zu ergänzen. (Das Buch ist übrigens sehr gut und gewissenhaft übersetzt.)
Auch eine Liste mit Homepages und die Adressen von Museen zum Thema fehlt nicht und das Buch enthält selbstverständlich ein Stichwortverzeichnis.

Bei mir kommt das Buch in die Hausbibliothek, denn ich halte es für das Beste zum Thema.

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