Texten für das Internet: Ein Ratgeber für den erfolgreichen Web-Auftritt
|
| Preis: | EUR 14,90 Kostenlose Lieferung Details |
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Versand und Verkauf durch Amazon.de
76 neu oder gebraucht verfügbar EUR 11,49
Durchschnittliche Kundenbewertung:(7 Kundenrezensionen)
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #187308 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-07-01
- Einband: Taschenbuch
- 240 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ordentlicher Ratgeber für alle, die Webtexte schreiben
Von Jens Jacobsen
Der Ratgeber spricht alle an, die mit ihrer Website ein besseres Image, mehr Besucher oder höhere Verkäufe erreichen wollen ' also praktisch alle Website-Betreiber. Dabei bleiben die Autoren immer eng beim Thema. Technische Details, Hinweise zur Gestaltung oder zum Projektablauf ersparen sie dem Leser. Auch die Hinführung zum Thema ist erfreulich kurz. Wobei man sich die ersten 20 Seiten trotzdem sparen kann.
Mit dem zweiten Kapitel fängt es aber an, interessant zu werden. Nach ganz wenig Theorie, die hier gut passt, geht es gleich los mit der Wirkung verschiedener Schreibstile. Und, ganz wichtig, die Autoren stellen gleich an den Anfang die Frage: Was ist eigentlich das Ziel meines Textes, den ich gerade schreiben will?
Als Nächstes kommt die Frage nach der Zielgruppe. Für wen will ich schreiben? Im Buch folgen Tipps und Besonderheiten für jede Zielgruppe.
Schreibtipps
In den nächsten Kapiteln folgen jede Menge Tipps zum Schreiben besserer Texte. Zum Beispiel, dass man 'sprechende' Links texten sollte. Vermeiden Sie also Links mit dem Titel 'mehr', 'weiter' oder 'hier'.
Die Autoren schlagen vor, die Links von jemandem unbeteiligten testen zu lassen. Man legt ihm nur die Linktexte vor und fragt ihn, was er dahinter vermutet. Ein schöner, weil unkomplizierter Ansatz.
Abgedroschene Phrasen und Worthülsen verpuffen nutzlos. Die Autoren bleiben nicht dabei stehen, Marketinggewäsch zu verbieten. Sondern sie raten auch, alle Angaben zur Firma oder zu deren Angebot zu hinterfragen. Ein Beispiel:
'Wir bieten eine große Auswahl.' Klingt erst mal in Ordnung. Doch was heißt 'groß'? Kann man das mit Zahlen belegen? Sonst muss der Besucher der Site das einfach glauben. Und nachdem auf jeder Site steht, dass die Auswahl groß ist, ist die Aussage entwertet.
Nach diesem Muster geben die Autoren Tipps zum Auffinden weiterer häufigen Worthülsen und dafür, wie man sie vermeidet.
Kurz sollen sie sein - das gilt für die Texte wie auch für die Wörter. Wut, Spaß, Kraft ' je kürzer ein Wort, desto wirkungsvoller. Die Autoren geben zu, dass manche Wörter sich nicht durch kürzere ersetzen lassen. Aber sie raten, statt 'Räumlichkeiten' lieber 'Räume' zu zeigen oder statt 'Unkosten' besser 'Kosten' zu vermeiden.
Bemerkenswert finde ich auch den Tipp, Zahlen lieber nicht auszuschreiben. Im Journalismus lernt man noch, dass Zahlen bis zwölf ausgeschrieben werden. Aber für das schnelle Überfliegen von Texten im Web ist es tatsächlich besser, auch die Zahlen von 1 bis 12 als Ziffern zu schreiben.
Suchmaschinen-Optimierung
Gleich am Anfang des Buches thematisieren Grafberger und Hörner die Problematik, dass Seiten einerseits so geschrieben werden sollten, dass sie gut lesbar sind ' und Seiten andererseits so geschrieben werden sollten, dass Suchmaschinen sie in den Trefferlisten weit oben einsortieren.
Diesen Spagat erwähnen sie immer wieder, und es ist schön, wie undogmatisch sie dabei sind. Man merkt, dass hier Menschen schreiben, die gute Texte machen wollen und keine Suchmaschinen-Optimierer. Dennoch erklären die Autoren immer, worauf man achten muss, dass zum Beispiel die Keyword-Dichte so ist, dass die Suchmaschinen eine Seite als relevant für ein bestimmtes Schlagwort (Keyword) erkennen.
Gut gefällt mir auch, dass die Autoren z. B. sogar darauf eingehen, welchen Einfluss der Satzbau auf die Platzierung bei den Suchmaschinen hat.
Schattenseiten
Leider bin ich aber mit einigen Stellen im Buch nicht einverstanden. Dabei muss ich dazu sagen, dass ich natürlich nicht unbefangen bin ' als Kollege neigt man ja dazu, überkritisch zu sein.
In fünf Zeilen kommt dreimal das Wort 'natürlich' (S. 36). Ein Blähwort, das man natürlich [!] vermeiden sollte. Das fällt mir besonders auf, weil ich selbst ständig gegen die Blähworte kämpfe, die sich in meine Texte einschleichen' Aber bei einem Buch, das gute Texte als Thema hat, ist der Anspruch an die Texte extrem hoch.
Ein weiterer Punkt: Die Autoren zitieren die angebliche Studie der Uni Cambridge, die seit Jahren durch das Web geistert (S. 41):
Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid.
Schon 2003 wurde klar, dass diese Studie so nie durchgeführt wurde. Das findet man auch mit einer schnellen Web-Recherche heraus (z. B. bei der Wochenzeitung 'Die Zeit').
Außerdem greift die angebliche Studie zu kurz. Folgender Text wurde ebenfalls nach diesen Regeln bearbeitet und ist nur mit deutlich mehr Mühe lesbar:
Die (nihct mher) aeeklltun ct (0/02229) hat mien bcuh 'beeeiikn-noopsttwz' bceehoprsn. Und, wie ich fdine, sher piiostv gnaz im sitl der zcefhiirstt ist die bceehnprsug ncehrtün und fssat gut zaemmsun was im bcuh sehtt und für wen es ggnieeet ist.
Das Buch zitiert die 'Drei-Klick-Regel': Nicht mehr als drei Klicks sollte ein Benutzer brauchen, um die gesuchte Information zu finden. Dass das viel zu kurz greift, hat spätestens Steve Krug 2000 mit seinem Buch 'Don't make me think!' gezeigt. Es kommt darauf an, ob dem Benutzer auf jeder Seite sofort klar ist, was er anklicken muss. Die absolute Zahl der Klicks spielt eine vollkommen untergeordnete Rolle.
Fazit
Bei manchen Aussagen der Autoren hat man das Gefühl, dass sie zu sehr Texter und zu wenig Web-Profis sind. Die Bemerkungen zu Benutzerfreundlichkeit scheinen mir nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Sieht man davon ab, ist das Buch ein leicht zu lesender Ratgeber dafür, wie man ordentliche Texte schreibt, die für Leser wie für Suchmaschinen funktionieren.
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Erst lesen, dann schreiben
Von H. Dombrowski
Jeder, der sich das erste Mal aktiv mit der Thematik beschäftigt und vielleicht selber die Texte für seine Website, seine Social-Media-Profile und die Online-Kampagnen schreiben will, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Bevor er anfängt zu texten!
Denn eine Website darf nicht wie ein Buch strukturiert sein und eine Textanzeige zu schreiben ist eine Kunst, die sich bezahlt macht - wenn man sie beherrscht.
Ulrike Grafberger und Thomas Hörner erklären in kurzen, schnell zu lesenden Kapiteln die Besonderheiten, die es zu beachten gilt und geben anhand positiver und negativer Beispiele Tipps, wie es klappen kann mit dem guten Online-Auftritt.
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Titel hält nicht was er verspricht
Von Andreas Papke
Mittlerweile habe ich dieses Buch durchgearbeitet. Mir ging es vor allem darum wie man optimale Texte schreibt. Was dabei besonders zu beachten ist, worauf man besser verzichtet etc.. In Ansätzen beschreibt das dieses Buch auch, aber halt nur in Ansätzen. Mich interessiert nicht wie eine Suchmaschine genau funktioniert, mich interessiert nicht wie eine Webseite aufgebaut und verlinkt sein sollte. Mich interessiert auch nicht welche Schriftart ich einsetzen soll. Alle diese und viele weitere Punkte behandelt dieses Buch aber mindestens wenn nicht noch ausführlicher als das eigentliche Texte schreiben. Und auch da kommt es nicht über unterste Grundlagen hinaus. "schreiben sie kurze Sätze", "achten sie auf eine korrekte Rechtschreibung" - ach ne, wirklich? Für jemanden der noch nie in seinem Leben eine Webseite gemacht hat, der die Unterschiede von persönlicher Mail, Werbemail, Newsletter und entsprechenden Briefen (um nur ein Beispiel zu nennen) wissen will, wer wissen will das in einem Chat anders geschrieben wird als für eine statische Seite - für den ist dieses Buch eine ordentliche Grundlagen Bildung. Aber auch wieder nur für Menschen die absolut keine Ahnung haben - am besten grade mal wissen das das Internet nichts zum Essen ist.
Für mich, der seinen Schreibstil verbessern will, war das Buch eine komplette Fehlinvestition. Es geht nicht darum fürs Internet zu texten sondern darum was es für Texte im Internet gibt und wie die sich grob unterscheiden (sollten). Absolut nicht mehr, leider.
Die 2 Punkte sind es auch nur geworden weil es für absolut Internet-Neulinge vielleicht doch einen gewissen Überblick gibt. Allerdings eigentlich über Selbstverständlichkeiten (z.B. eine Firma antwortet auf einen Forumsbeitrag anders als eine unbeteiligte Person).



