Welten: Roman
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(9 Kundenrezensionen)
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #162229 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2010-05-03
- Einband: Taschenbuch
- 560 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auf der Suche...
Von Rüdiger Fischer
Ich denke Ian Banks ist auf der Suche. Auf der Suche nach etwas Neuem, auch wenn die Parallelwelten nicht unbedingt eine neue Erfindung der Science Fiction sind, eher auf der Suche nach einem neuen Inhalt. Ich glaube die Motivation fehlt, dem Kulturuniversum weitere Teile abzuringen, schon die Sphären hatten die Kultur nur am Rande der Handlung einbezogen.
Wie bei Algebraist ist auch hier die Suche nach einem neuen Ankerpunkt in seiner Gedankenwelt erkennbar.
Zum Inhalt nur soviel, mein Vorrezensient hat durchaus recht und mehr sollte da auch nicht hinzugefügt werden - also aufmerksam sein, es ist ein Buch, dass Ihre Aufmerksamkeit verlangt. Es ist aber auch ein Buch voller Ironie und herrlich hintegründigem Humor. Ich bin von der Sprache begeistert und deshalb soll hier auch dem Übersetzer ein Lob gezollt sein.
Also meine Empfehlung - Lesen!
Vielleicht kann irgend ein enthusiastischer Leser Banks eine gute Idee liefern, damit er endlich wieder einen Kultur-Höhepunkt schreiben kann.
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Für mich etwas enttäuschend
Von S. Wiese
Meiner persönlichen Meinung nach ist Iain Banks einer der wichtigsten Schriftsteller zeitgenössischer Science-Fiction.
Gerade seine immer wieder grandiosen Romane aus dem KULTUR-Zyklus sind Grund allein seine Bücher zu lesen.
Das vorliegende Buch gehört nicht in diesen Zyklus, es befasst sich wie die Beschreibung schon richtig wiedergibt mit der Möglichkeit Alternativer Wirklichkeiten und hauptsächlich mit einer "Organisation" und deren interner politischer Querelen.
So zumindest scheint es zu Beginn des Buches, und auch noch lange Zeit wenn man das Buch liest.
Ohne jetzt all zu viel vom Buch zu verraten, glaube ich das ich nicht zu viel verrate wenn ich sage das die Beschreibung natürlich (wie so oft) völlig daneben liegt, glaubt man zunächst das der in der Beschreibung genannte Mensch (im Buch heißt er Adrian) der Protagonist des ganzen ist, so stimmt dies ganz und gar nicht.
Das Buch wurde aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, teilweise als Ich-Perspektive teilweise aus der Perspektive Dritter, warum dies so ist wird zu Beginn des Buches einmal kurz klamm und heimlich angedeutet und löst sich erst gegen ende wirklich auf.
Aufgrund dieser ständigen Wechsel der Personen und Perspektiven fand ich es ungemein schwierig in einen Lesefluss zu kommen, zu Beginn des Buches sind die Absätze extrem kurz und die Charaktere noch so "unscharf" das man leicht die Orientierung verlieren kann.
Überhaupt bleiben einige der Charaktere im Buch sehr blass was Schade ist.
So was wie "Spannung" baut sich erst sehr langsam auf, um dann in einem extrem kurzen und schnellen Fanal wieder zu verglühen, fast scheint es als hätte der Autor versucht diese Story nur irgendwie schnell zu Ende bringen wollen, viele Fragen die man sich (zum Beispiel um die Motivation manch eines Protagonisten) gestellt hat bleiben am Ende unbeantwortet, als hätte man den ersten teil einer Serie gelesen.
Das ganze Buch wirkt wie ein Pilot zu einer TV-Serie als Einstieg in eine mögliche Buchserie, ich weiß zwar nicht ob das Buch nicht vielleicht doch der einstieg in eine Serie ist, aber irgendwie kann ich mir das nicht so recht vorstellen, schließlich wurde der mächtigste Gegner im Buch ja "besiegt".
An Romane wie "Das Kulturspiel" oder gar "Bedenke Plhebas" kommt das Buch und die Story lange nicht heran, es mag eine durchaus tiefgründige Story sein die nicht ganz so einfach zu durchschauen ist, besonders dann nicht wenn man den Beginn nicht äußerst aufmerksam liest, trotzdem fehlt mir da so der letzte Kick.
Für Science-Fiction Fans durchaus mal interessant zu lesen, wenn man auf irgendeine Neuerscheinung wartet aber sicherlich kein Muss, der Ansatz Science-Fiction ohne Raumschiffe und dergleichen verdient zumindest einigen Respekt.
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wirr
Von Henning Mühlinghaus
Nach der herben Enttäuschung von "Sphären" hatte ich mich riesig auf den neuen Banks gefreut. Es muss ja wirklich nicht immer ein KULTUR-Roman sein.
Aber dieser Parallelweltenwechsler-Schinken ist scheinbar einzig dazu gedacht, den Leser unbefriedigt und in einem Zustand der Wirrnis zurückzulassen.
Die wie zufällig wirkende Szenenfolge des Romans macht einem das Hineinkommen in den Stoff nicht gerade leicht. Szenisch geht es hin und her zwischen den weltenwechselnden, körpertauschenden Protagonisten, von denen die Meisten Mitglieder einer parallelweltumspannenden Superorganisation sind. Der Charakter, der es auf den Klappentext geschafft hat, wird bombastisch aufgebaut und kapitelweise langatmig aufgebauscht, um letztendlich in einer singulären, handlungstragenden Handrechung verheizt zu werden - DAS hat mich in seiner zeilenschindenden Sinnlosigkeit wirklich schockiert!
Und wenn man zum Wechseln der Parallelwelten immer Körper benötigt, wie geht dann eigentlich der Wechsel auf unbewohnte Welten (wie im Buch beschrieben) vonstatten?
Ich werde es als Gebrauchtbuch verticken, im Regal brauche ich sowas beileibe nicht.
Da blicke ich lieber windwärts und bedenke Phlebas.



