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Plötzlich Shakespeare

Plötzlich Shakespeare
Von David Safier

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Durchschnittliche Kundenbewertung:
(192 Kundenrezensionen)

Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #40225 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2010-03-12
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 320 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
2Nette Idee, aber eigentlich langatmig und teilweise sogar plump - David Safier enttäuscht mich!
Von Sina
Es ist so schade. Genau das habe ich nach diesem Buch gedacht, denn ich war so begeistert von David Safier. Das erste Buch Mieses Karma habe ich wirklich geliebt. Das folgende Buch Jesus liebt mich fand ich zwar schon deutlich schlechter, aber immer noch unterhaltsam und stellenweise auch lustig. Als nun ein 3. Buch erscheinen sollte, musste ich mich natürlich schnell ans lesen machen - und wurde bitter enttäuscht.

Zum Inhalt: Rosa ist total deprimiert, da ihr Ex Jan demnächst eine andere heiraten will. Bei einem Zirkus lässt sie sich aus Neugier in Hypnose versetzen, die sie in ein früheres Leben bringen soll. Rosa wacht im Jahr 1594 auf, im Körper von William Shakespeare. Dieser versteht es sich immer und überall in Schwierigkeiten zu bringen und er ist wirklich gar nicht begeistert, dass plötzlich eine Frau seinen Körper kontrolliert. Doch Rosa darf erst wieder zurück, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist und das stellt sich als schwieriger heraus, als es geplant war.

Zugegeben, der Teil mit der Liebe klingt schon arg kitschig, aber manchmal mag ich auch kitsch, also griff ich trotzdem zu. Im Nachhinein, hatte das Buch auch weniger mit Kitsch zu tun. Es geht einfach darum, dass absolut jeder Charakter irgendein Problem mit der Liebe hat.

Mein erstes Problem war, dass ich überlesen habe, dass Rosa in die Vergangenheit reist. Ich hätte es viel lustiger gefunden, wenn stattdessen Shakespeare in die Gegenwart gekommen wäre, das war zumindest mein erster Gedanke. Im Nachhinein wars in der Vergangenheit auch ganz nett, die beiden sind in viele amüsante Situationen geraten.

Das Hauptproblem war einfach nur, es war viel zu langatmig. Am Anfang wars noch ganz nett, auch wenn mir da schon aufgefallen ist, dass der Humor sehr gezwungen rüberkommt. Safier schreibt diesmal fast plump um überhaupt irgendwo einen Witz einzubauen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen und war in den Vorgänger Büchern auf jeden Fall noch ganz anders. Die Situationen, in die Shakespeare und Rosa geraten, sind irgendwann auch nicht mehr so lustig, da sie sich alle immer irgendwie gleichen. Der Einfallsreichtum, den ich bei "Mieses Karma" noch geliebt habe, ist hier irgendwie schon mehr eingegrenzt worden.

Ich kann dem Buch gerade noch 2 Sterne geben, da es immerhin tiefgründig ist und ganz zum Schluss auch eine gewisse Message an den Leser weitergibt, wie jedes vorherige Buch von Safier. Da das Lesevergnügen jedoch wirklich stark eingeschränkt ist und ich mich durch viele langamtige Passagen quälen musste, kann ich wirklich auch nicht mehr geben.

Meine Empfehlung: Leiht euch das Buch erstmal aus. Viele werden sicher auch mit diesem Roman was anfangen können. Es ist allerdings noch viel eigener geschrieben als die Vorgänger und so hätte ich es bereut, wenn es jetzt für immer in meinem Bücherregal versauern würde. Nochmal lesen, würde ich es nicht.

66 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Was ist die wahre Liebe?
Von Josie0412
Rosa, die sich selbst als das Frauenklischee schlechthin bezeichnet, hat Liebeskummer und badet in Selbstmitleid. Ihre große Liebe, Jan, heiratet seine große Liebe, Olivia.

Rosa versucht sich von ihrem besten Freund Holgi zu trösten, was nicht recht gelingen will.

Bei einem Zirkusbesuch sieht sie einen Magier, der eine Rückführung macht, nach der der Proband glückselig zu sein scheint. Da Rosa diesen Zustand auch endlich wieder erreichen möchte, geht sie nach der Vorstellung zu dem Magier und bittet um eine Rückführung. Sie bekommt diese, allerdings unter der Auflage, dass sie erst zurückkommen kann, wenn sie weiß, was die wahre Liebe ist.

Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf...

Rosa erwacht in dem Körper von William Shakespeare und erlebt mit diesem reichlich Abenteuer und ist, genau wie anscheinend er, auf der Suche nach dem wahren Glück.

Fazit: Das Buch ist wieder mal ein echter Safier. Ich kenne alle seine Bücher und man möchte meinen, dass eine Steigerung eigentlich nicht mehr möglich ist. Ich habe das Buch in der Bahn gelesen und musste einige Male an mich halten um nicht laut loszulachen.

Es ist sehr gut, flüssig und mehr als unterhaltsam geschrieben. Man mag es nicht mehr aus der Hand legen und nach jedem Kapitel fragt man sich, was jetzt wohl noch passieren könnte.

Die heutige Sprache Rosas im Mittelalter und auch Shakespeares Sprache in unserer heutigen Zeit sind genial zu lesen und man kommt aus dem grinsen nicht mehr raus.

Ich warte jetzt schon wieder sehnsüchtig auf das nächste Buch dieses brillanten Schreibers.

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Aberwitzige Geschichte -- Grandioses Hörbuch!
Von Stefan Baumgartner
Die liebeskranke Rosa versucht wirklich alles um ihren Ex-Freund Jan wiederzubekommen. Sie lässt sich sogar auf eine Rückführung per Hypnose ein um zu erfahren was nun tatsächlich die wahre Liebe ist. Bei diesem Experiment hat sie aber nicht damit gerechnet dass sie in einem früheren Leben William Shakespeare war und nun in dessen Körper sich auf die Suche nach ebenjener Erkenntnis begeben muss. Womit sie auch nicht gerechnet hat ist, dass Shakespeare seinen Körper nicht ohne Weiteres hergibt und immer noch als Stimme in Rosas Kopf herum spukt...

David Safier und ich hatten anscheinend einen schlechten Start. "Jesus liebt mich" hatte für meinen Geschmack zu viele flache, unzusammenhängende Witze und eine äußerst überstürzt in die Albernheit abdriftende Handlung, worauf hin ich fürs Erste von Safiers anderen Büchern nichts wissen wollte. Gottseidank änderte ich meine Meinung, denn "Plötzlich Shakespeare" überzeugt mich auf der ganzen Linie. Das Buch strotzt vor aberwitziger Situationskomik und äußerst pointierten, humorvollen Dialogen. Gerade die Gespräche zwischen Rosa und Shakespeare schaukeln sich von einem kleinen Disput zu einem gagreichen Geplänkel auf und gehören zu den Höhepunkten des Romans.

Und dennoch bleibt die Handlung nicht auf der Strecke. Sowohl Rosa als auch Shakespeare haben eine Aufgabe, die es zu erfüllen gilt. Beide versuchen mit der neuen Situation so umzugehen, dass beide an ihr Ziel gelangen. Was zu gegeben nicht immer einfach ist und -- wie auch sonst -- wieder zu weiteren, nicht minder humorvollen Verstrickungen führt.

Neben all dem Witz schafft Safier es aber auch, seinen Hauptdarstellern eine Botschaft mitzugeben und mit einer ganz feinen Klinge auch zum Nachdenken anzuregen. Und genau das hab ich gar nicht erwartet. Tatsächlich ist es nämlich so, dass diese wirklich schöne Botschaft nicht mit dem Holzhammer noch schnell eingeprügelt wird, sondern begleitend zur Handlung immerfort anwesend ist und schlussendlich auch haften bleibt.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir "Plötzlich Shakespeare" zwar sicher auch so gut gefallen hätte, ich aber nie so begeistert davon gewesen wäre, wenn nicht Anneke Kim Sarnau und Christoph Maria Herbst das Hörbuch gesprochen hätten. Gerade letzterer stellt sein Stimmentalent eindrucksvoll zur Schau und gibt die Sätze äußerst natürlich und perfekt betont wieder. Hut ab vor dieser Leistung, eine bessere Besetzung könnte ich mir für diesen Roman nicht vorstellen.

So hat David Safier aus einer relativ schrägen Ausgangssituation wirklich einen spaßigen und herzerwärmenden Roman. Ich hab mich mit seiner Schreibe nun versöhnt und freu mich schon auf den nächsten Streich.

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