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Sterntagebücher (suhrkamp taschenbuch)

Sterntagebücher (suhrkamp taschenbuch)
Von Stanislaw Lem

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Durchschnittliche Kundenbewertung:
(19 Kundenrezensionen)

Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #4285 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2003-08-25
  • Einband: Taschenbuch
  • 528 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Schrill komisch, extrem geistreich und ein wenig prophetisch
Von Ein Kunde
Stanislaw Lem gehört für mich, neben Isaac Asimov, zu den ganz großen ScienceFiction-Autoren. Beide haben einen ähnlichen Hintergrund als Wissenschaftler und das merkt man ihren Büchern positiv an.
Die Sterntagebücher enthalten eine Sammlung von Episoden aus dem Leben des Weltraumfahrers Ijon Tichy. Dahinter steht das humorvoll-konsequente Weiterdenken diverser wissenschaftlicher Forschungen, wie sie bereits vor Jahrzehnten begannen. Am meisten verblüfft dabei, wie treffend ihm der Blick in die Zukunft gelingt. Manches, was er beim ersten Erscheinen seiner Sterntagebücher noch als mögliche Entwicklung prognostizierte, ist mittlerweile tatsächlich eingetroffen. Jedes Mal, wenn beispielsweise neue Errungenschaften der Gentechnik oder Nachrichten über die 'Vermüllung des Weltalls mit Elektronikschrott' veröffentlicht werden, stelle ich fest, das kennst du doch schon aus den Sterntagebüchern - und das läßt künftig noch manch Bizarres erwarten...
Mehr von den einzelnen Geschichten zu verraten, hieße ihnen die Pointen stehlen. Lem bereitet uns mit den skurilen Erlebnissen seiner Hauptfigur, ein irre komisches und zugleich intelligentes Lesevergnügen.

34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Ein Buch, das man auf die berühmte Insel mitnehmen sollte
Von Ein Kunde
Mit den Sterntagebüchern hat Stanislaw Lem eine Sammlung von Geschichten geschrieben, die es wirklich verdient hat, auf die berühmte einsame Insel mitgenommen zu werden. Schon deas Vorwort, eine gelungene Parodie auf wissenschaftlichen Schreibstil, in dem die Absurdität der Vermutung, Ijon Tichy (der Held des Romanes) habe sich beim Verfassen seiner Werke eines LEMs bedient, wo doch jeder wisse, das dies die erste Mondlandefähre, ein äusserst primitives Gerät also sei, dargelegt wird, ist äusserst lesenswert. Neben amüsanten Geschichten wie der Zeitschleife, wo sich die verschiedenen Inkarnationen des Piloten im Raumschiff treffen und streiten, gibt es auch sehr politische Geschichten. Da ist zum Beispiel die Geschichte von Tichys Landung auf einem Planeten, deren Bewohner, obwohl normale Landlebewesen, immer im Wasser leben müssen, weil der grosse Vorsitzende die Fischwerdung für ein grosse Projekt und eine erstrebenswerte Utopie hält: Eine kaum verhohlene Anspielung auf den real existierenden Sozialismus, die aber erstaunlicherweise durch die Zensur gekommen ist. Da gibt es eine Geschichte von einem im und durch seinen Erfolg gescheiterten Solipsisten, der Maschinen konstruiert hat, die Bewusstsein haben und die glauben, in einer ganz normalen Welt zu leben, die ihnen über ein Programm vorgespielt wird (die 'Matrix' lässt grüßen); von der Landung auf einem Planeten, bei dem ein biotechnologische Evolution alles möglich und nichts besser gemacht hat, ...

Man kann auf so kurzem Raum gar nicht andeuten, was es in diesem Buch an nachdenkenswerten und spannenden Geschichten dargeboten wird. Meine Empfehlung: Selber Lesen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
4Der moderne Münchhausen
Von Wanderer
Als grosser Lem-Fan ging ich an dieses recht umfangreiche Werk heran, wobei mir der Protagonist Ijon Tichy der Weltraumfahrer bereits aus 'Der futurologische Kongreß' bekannt war.

Gleich die erste Geschichte stiess mich ab, obwohl die Geschichte von den Zeitenstrudeln die zu Zeitparadoxa führen erzählerisch nicht schlecht gewesen war. Da aber hatte ich (noch) nicht die tiefere Absicht des Werkes erkannt, die sich mir dann im weiterlesenden Forschen kundtat: Das Werk sollte die typisch Lem'sche Ideenvielfalt vereinen mit einer Parodie auf die SF unserer Tage. Doch das ist nicht die einzige Absicht des Buches. Lem erkannte die Möglichkeit einen 'modernen' Baron Münchhausen zu schaffen, was ihm meiner Ansicht nach ausgezeichnet gelungen ist. Abgesehen davon sind auch tiefsinnigere Ansätze - gut verborgen - in dem Buch enthalten.
Man denke an die Darstellung einer Parallel-Zivilisation aus der Sicht eines Außenstehenden (12.Reise). Oder an das Scheitern eines hohen Werkes an zwischenmenschlicher Ignoranz und Egozentrismus (18.,20.Reise). Wie in der gängigen SF werden auch kosmische Rätsel auf eine bestimmte Weise erklärt, wobei diese Erklärungen (absichtlich) haarsträubend sind, weil sie - pseudowissenschaftlich - erklärt werden. Doch manche Geschichten wissen auch zu erschrecken weil sie trotz der Absonderlichkeit ihrer Einfälle (eßbare Möbel) einen wahren Kern enthalten, was der aufmerksame Leser dann auch erkennt: Denn die Schrecken der gentechnischen Veränderung sind ohne allzugrossen ironischen Abstand geschildert. Zwar macht sich Lem dort lustig über die Körperformen, doch hält er diese Entartung scheinbar durchaus für möglich (21.Reise). Auch die Traumreise über das galaktische Gericht enthält einen Schreckenskern: Die verurteilenswerte menschliche Neigung zur Vernichtung des oder der Anderen, seine Neigung zur Gewalt(8.Reise, man beachte wie oft sich Tichy 'schämt'!). Die Zusatzgeschichten (Aus den Erinnerungen Tichys) sind in grösserem Maße kritisch als satirisch. Sie denken offen über Menschheitsträume nach (Gott zu werden in der Geschichte über Prof. Corcoran,Unsterblichkeit, Homunkulus- Prof. Sasul, Zeitmaschine - Dr. Molteris). Und er läßt durch diese Geschichten diese Menschheitsträume der modernen SF zu ALPträumen werden. Besonders gruselig ist die Geschichte über Dr. Diagoras, der Androiden erschaffen will und diesen schließlich - folgerichtig - zum Opfer fällt. Darin steckt auch die Warnung, daß sich solche Dinge nicht kontrollieren lassen, weil man das Wissen erst im Experiment erwirbt. Man merkt nämlich eben bei dieser Geschichte keine ironische Distanz, was bezeichnend ist...
So sind die Sterntagebücher zwar teilweise ein Spaß, sogar ein sehr erheiternder. Aber sie enthalten auch ernstgemeinte Aussagen und Befürchtungen ...und auch Angriffe auf die Religion sind enthalten (Wörtlichnehmung der Verkündigung, Folgerichtige Zersetzung des Glaubens bis zum störrischen 'Dennoch-Glauben' an Gott, etc.)

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