Rückkehr von den Sternen
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Produktbeschreibung
Nach einer zehnjährigen Weltraumexpedition kehrt Hal Bregg auf die Erde zurück. Zehn Bordjahre aber bedeuten 123 Erdenjahre. Die Gesellschaft, der er sich nun anpassen muss, hat sich bis zur Unkenntlichkeit verändert. Aber nicht nur der technische Fortschritt hat eine völlig neue, verwirrende Welt geschaffen. Mittels einer Droge wurde eine der folgenreichsten menschlichen Eigenschaften kontrollierbar die Aggressivität. Hal Bregg wehrt sich gegen die "weiche" Gesellschaft, bis er sich eines Tages in eines dieser sanften Wesen verliebt...
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #16481 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2002-01
- Einband: Taschenbuch
- 308 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zeitloser Sci-Fi-Klassiker
Von isy3
Astronaut Hal Bregg kehrt nach 10 Jahren Raumflug auf die Erde zurück. Dort sind jedoch mittlerweile 123 Jahre vergangen und die Gesellschaft hat sich völlig verändert. Hal Bregg ist plötzlich eine Art lebendes Relikt und alle Freunde und Verwandte auf der Erde sind längst gestorben. Nur wenige andere Astronauten auf seinem Flug haben ebenfalls überlebt und kämpfen mit denselben Anpassungsproblemen. Wird Hal Bregg es schaffen, sich in die gewandelte Welt einzufügen?
Stanislaw Lems Bücher basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen und sind psychologisch absolut stimmig. Das macht auch diesen Roman so zeitlos, obwohl er 1961 geschrieben wurde und somit schon über 45 Jahre auf dem Buckel hat.
Ich staune beim Lesen immer wieder über die phantastische bunte Bilderwelt und die originellen Sprachschöpfungen Lems. Der Roman ist ein ideales Querdenkerbuch, denn hier werden nicht nur beeindruckende Zukunftsvisionen vorgestellt, sondern auch moralische und gesellschaftliche Fragen behandelt, die nach wie vor aktuell sind: Wie weit darf man in die Biologie des Menschen eingreifen, um eine aggressionslose Gesellschaft zu erreichen? Worin liegen Sinn und Nutzen der Raumfahrt? Wieso darf jedermann ohne irgendeine Ausbildung Kinder großziehen, wo man doch für jedes simple Auto vorher eine Fahrprüfung ablegen muß? Das Buch enthält übrigens auch eine zeitlose Liebesgeschichte.
Lesen Sie Stanislaw Lems spannendes Zukunftsabenteuer!
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Inwiefern braucht der Mensch Gewalt und Gefahr zum Leben?
Von Fermat Sim
Zehn Jahre dauerte die erste menschliche Mission zu einem anderen Stern, Arkturus - zehn Bordjahre, wohlgemerkt, da man sich mit relativistischen Geschwindigkeiten bewegte. So sind auf der Erde über 120 Jahre vergangen, als Hal Bregg und seine Gefährten von ihrer Mission zurückkehren.
Und mehr als die unendlichen Gefahren des kosmischen Vakuums macht den Zurückgekehrten das neue Leben auf der Erde zu schaffen, das sich mittlerweile etabliert hat. Während man sich an die scheinbar unmöglichen technischen Neuerungen mit gigantischen Städten, fließenden Formen und der Überwindung der Gravitation wohl oder übel gewöhnen können würde, sind die gesellschaftlichen Änderungen schwerer zu verdauen: Die Menschheit ist friedlich geworden, gewaltlos oder "kastriert", wie es Hal nach einiger Zeit nennt - die Menschen werden bald nach der Geburt chemotherapeutisch so verändert, dass sie nicht mehr fähig sind, anderen Menschen Leid zuzufügen; so sehr Hal diese neue Gesellschaft eigentlich begrüßen möchte, so sehr sträubt sich sein innerstes ("nicht kastriertes") Wesen gegen eine Gesellschaft, die nur durch Zwang und keine freien Entscheidungen gewaltlos lebt...
Wow, mal ein ganz ein anderer Lem. Auf der einen Seite der wohl erste mit einer zumindest ansatzweise beschriebenen Liebesgeschichte (auch wenn seine Frauencharaktere nicht besonders realistisch sind, wobei das aber auch an den psychischen Profilen dieser Gesellschaft liegen kann), auf der anderen Seite eine gewohnt meisterhafte Beschreibung der "schönen neuen Welt" - vor allem die ersten fünfzig Seiten sind ein wahrer Bilderrausch, man wird in das Fremdartige, Organische, Unvorstellbare (?) der technischen Revolution hineingezogen; später dann, wenn die neue Gesellschaft dargelegt wird, offenbaren sich die philosophischen Implikationen - mit gewohnter Lemscher Düsternis und seinem Hang zur Dystopie...
Nachtrag - in ihrer Ruhe, dem schalen Glück und der (Selbst)Zufriedenheit ähnelt die beschriebene Gesellschaft eigentlich sehr dem 'letzten Menschen' im Sinne Friedrich Nietzsches Zarathustra...
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mein Lieblingsbuch
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist eine Mischung aus Science-Fiction-Roman, Philosophie, Poesie, Liebesgeschichte und Psychologie. Und trotzdem wirkt es in keiner Weise überladen, ist von Anfang bis Schluss spannend und gibt noch weit über das Lesen hinaus Stoff um nachzudenken. 'Rückkehr von den Sternen' ist nicht so technisch, wie andere Bücher von Stanislaw Lem, und genau das ist seine Stärke. So hat die Story mehr Platz, was dem Buch auf jeden Fall gut tut. Es gibt einen guten Einblick in die Psyche von Hal Bregg, der sich in einer völlig Fremden Umgebung zurechtfinden muss.
Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anspornt. Leider kann ich ihm nur 5 Sterne geben, es hätte mehr verdient...
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