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Hinter den Fassaden von Versailles: Mätressen, Flöhe und Intrigen am Hof des Sonnenkönigs

Hinter den Fassaden von Versailles: Mätressen, Flöhe und Intrigen am Hof des Sonnenkönigs
Von William Ritchey Newton

Preis: EUR 22,99 Kostenlose Lieferung Details

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Durchschnittliche Kundenbewertung:
(7 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibung

Mätressen, Flöhe und Intrigen am Hof des Sonnenkönigs
Erscheinungsjahr: 2010
16 Farb- u. SW-Bildtaf.
Übersetzung: Künzli, Lis
Gewicht: 530 gr / Abmessungen: 219 mm x 145 mm x 30 mm
Von Newton, William Ritchey / Übersetzt v. Künzli, Lis

Die Residenz der französischen Könige steht für Glanz, Luxus und absolute Macht. Seit Jahrhunderten lassen sich die Menschen von Versailles faszinieren, schien das Leben hier doch frei von allen Mühen des Alltags zu sein. Doch weit gefehlt: Was sich am Hof jenseits der rauschenden Bälle abspielte und was es bedeutete, den Hofstaat mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen, enthüllt der Versailles-Experte William Ritchey Newton.

Auch am französischen Königshof war nicht alles Gold, was glänzte: Wo mehr als 4000 Menschen auf engstem Raum zusammenlebten, ergaben sich handfeste Probleme. Die Hofdamen froren erbärmlich vor den zugigen Kaminen, saubere Wäsche war Mangelware und allzumenschliche Bedürfnisse ließen sich bei den ständig verstopften Latrinen kaum befriedigen. Heizungsqualm, unbeaufsichtigte Feuerstellen und verschmutztes Trinkwasser bedeuteten permanente Lebensgefahr, zudem musste man sich mit Läusen, Ratten und anderen Unannehmlichkeiten herumschlagen. Newton wirft einen völlig neuen Blick auf das Leben am Hof von Versailles. Dabei kommt Sensationelles, Kurioses und Unappetitliches ans Licht. Eine genau recherchierte, höchst amüsante Kulturgeschichte.

Pressestimmen:
"Einfach herrlich finde ich dieses Buch." (NDR, Ulrich Wickert in ''Wickerts Bücher'', 05.12.10)


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #50112 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2010-10-27
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 240 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Prunk, Pomp und Gestank
Von sweethomegheim

Als ausgesprochener Schlösserfan und selbst in einem arbeitend habe ich dieses Buch erworben und den Kauf bisher nicht bereut.

Die meisten Schlossbesucher interessieren sich sehr für die früheren sanitären Verhältnisse. Und die werden in diesem Buch sehr ausführlich dargestellt. In Versailles wurden einzelne Flügel bisweilen komplett geräumt! Man zog einfach um, um sich vor dem Gestank zu retten.

Einmal im Jahr zog der ganze Hof nach Fontainebleau, damit Versailles von Grund auf gereinigt werden konnte.

Ebenso war es fast unmöglich, die Räume zu heizen. Schon im Sommer ist es nicht gerade warm in den einzelnen Sälen, aber im Winter war es ganz einfach kalt. Angeblich war es manchmal so kalt, dass sogar Likörflaschen platzten (Ich weiss nicht, ob das historisch belegt wurde!)

Allerlei Getier huschte und trippelte über die Fußböden und ich denke mal, dass die damaligen Domestiken ihre Arbeit sehr oft verflucht haben.

Es waren Tausende von Angestellten und unter ihnen kam es zwangsläufig zu Intrigen und sogar Mobbing!

Wenn Sie also mal einen Blick in die "Hinterzimmer" von Schloss Versailles werfen wollen, gelingt es Ihnen mit diesem Buch ganz hervorragend!

Klare Kaufempfehlung!

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
4Es ist nicht alles Gold was glänzt...
Von Diana Grelka
Grundsätzlich sei gesagt: das Buch gibt einen umfassenden detaillierten Einblick in das höfische Leben des 17. und 18. Jahrhunderts, abseits des Prunk und Glamour. Man erhält über alle Bereiche des täglichen Lebens Informationen (immer mit Quellenangabe), nah an der Realität, da viele Zeitzeugenberichte, Briefe und Memoiren zu Rate gezogen und analysiert wurden. Diese Flut von Wissen erschlägt den Leser an manchen Stellen ein wenig.
Was mir sehr gefehlt hat (deshlab nur 4 Sterne): Lagepläne der Straßen, die immer wieder erwähnt werden, Skizzen oder Detailansichten der Orte und/oder Gebäude und Kartenmaterial. Auch ein Personenregister mit den wesentlichen Infos zu genannten Menschen (Lebensdaten, Wirkungskreis, Stellung etc.) wäre sehr hilfreich gewesen. Langweilig oder langatmig fand ich das Buch auf keinen Fall, eher spannend und mit vielen Ahas, denn man erfährt Dinge, die ich so geballt aufbereitet und gut recherchiert noch nicht gefunden habe. Ein sehr lesenswerter Ausflug ins historische Versailles!

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5bitte auch die Schattenseiten beachten
Von Christian Döring
Zerstören will uns der französische Historiker William Ritchey Newton nicht unsere Vorstellung von einem Versailles voller Pomp und Glanz und Glimmer, aber er schärft unser Auge in seinem Buch für die andere Seite von Versailles.

In den Kapiteln: Wohnen - Essen - Wasser - Heizung - Beleuchtung - Großreinemachen - Wäsche - Leben bei Hofe zeigt er welche Arbeit notwenig war um dieses glanzvoll erscheinende Versailles am laufen zu halten und wie beispielsweise die Bediensteten in Versailles lebten.

Alles was in Versailles gebraucht wurde und unter welchen Schwierigkeiten es gelegentlich besorgt werden musste, beschreibt Newton sehr anschaulich. So war Ludwig der XIV. bekannt für seine Vorliebe für Wasserfontänen. Wasser allerdings war nicht so einfach zu beschaffen. Es mussten erhebliche Eingriffe in die Natur vorgenommen werden. Hatte man zunächst das Gebiet um Versailles entwässert, wurden nun mehrere Teiche zu einem künstlichen See, dem berühmten Grand Canal, zusammengefasst.

Um das Schloss rund um die Uhr mit Wasser zu versorgen war ein ausgeklügeltes System von 253 Pumpen notwendig und es musste immerhin ein Höhenunterschied von über 150 Meter überwunden werden. Kein Wunder also das Wasser zum Teil ab 1733 rationiert wurde. Wie gut, dass gerade zu jener Zeit ein medizinischer Ratgeber darüber informierte, dass: "Das Baden, ist es nicht aus medizinischen Gründen von höchster Dringlichkeit, ist nicht nur überflüssig, sondern auch für die Menschen zudem äußerst schädlich."

Mit vielen Fakten, jedoch auch einer gehörigen Portion Humor, lässt uns der französische Historiker ein neues Bild von Versailles sehen. So beschreibt er auch Hungersnöte, den frierenden Hofstaat, falsche Kamine und den furchtbaren Gestank bei Hofe. Er zerstört die Glimmerwelt von Versailles und eröffnet uns einen realistischen Blick auf das Schloss des Sonnenkönigs.

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