Der Computer - Mein Lebenswerk: 100 Jahre Zuse
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #303935 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2010-05-17
- Abmessungen: .70" h x 6.30" b x 9.30" l, 1.01 Pfund
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 220 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Spannend wie das echte Leben
Von Hagen von Tronje
Mit der Autobiographie hat der geniale Computererfinder Konrad Zuse bewiesen, dass er ein echtes Universalgenie war. Denn neben Erfinder, Ingenieur und Künstler beweist Zuse hier, dass er auch als Autor Talent besaß.
Im ersten Teil schildert er die Erlebnisse seiner Kindheit mit allen Lebensstationen und welche Erlebnisse ihn so geprägt haben, dass er Erfinder wurde. Er beschreibt wie er auf die Idee kam eine programmgesteuerte Rechenmaschine zu bauen ohne jemals etwas von Babbage, Bool oder Turing gehört zu haben. Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Freunde und Familie gelingt es ihm trotz der unglaublichen Erschwernisse des zweiten Weltkrieges den ersten Computer der Welt, die Z3 und wenig später noch bahnbrechender, die Z4 zu bauen. Er beschreibt wie in einem Abenteuerroman wie er die Z4 aus dem zerbombten Berlin in die Alpen retten konnte und wie er nach dem Krieg seine Firma, die Zuse KG, aufbaute bis diese in den Siemens Konzern integriert wurde.
Im zweiten Teil des Buches, dem wissenschaftlichen Anhang beschreibt er detailiert wie er seine Ideen vom binären Rechnen und der Programmsteuerung in Hardware umsetzte. Weiter wie der Plankalkül, die auch von ihm erfundene, erste Programmiersprache der Welt, funktionierte.
Das Buch lebt von den lebendigen Schilderungen der Geschehnisse und den humoristischen Einlagen, auch in Form von Briefen oder Notizen seiner Mitstreiter und Freunde.
Ich kann wirklich jedem diese Biographie empfehlen, der sich nur ein bisschen für Computer, deutsche Geschichte und Informatik allgemein interessiert.
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
ich möchte warnen
Von Büchergönner
Ich war selten von einem Buch so enttäuscht.
Das Buch ist nicht schlecht, besonders wenn man sich für die technischen Details von frühen elektronischen Rechnern interessier. Der technische Anhang ist besser und detailierter als erwartet.
Ich bin selbst Bauingenieur und Computerfan und war mir der Leistung von Zuse durchaus bewusst. Leider ist Zuse kein Schriftsteller und als er das Buch geschrieben hat war er ein "Enttäuschter". Er hadert mit dem Schicksal, und das finde ich tut dem Buch nicht gut.
Nochmals - als historisches Dokument (unerwarteter Weise auch im Bezug auf die Lebensumstände während und kurz nach dem 2. Weltkrieg) sehr gut, als "Lesevergnügen" für Computerinteressierte ungeeignet.
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Vom Erfinder persönlich ...
Von BK
Konrad Zuse hat den ersten programmgesteuerten Rechner der Welt entworfen, funktionsfähig aufgebaut und zum kommerziellen Produkt gemacht. Dafür steht sein Name - dafür wurde er bekannt. Neben dieser fundamentalen Arbeit hat sich Zuse aber auch mit anderen Dingen befaßt, die in ihrem Kern in der modernen Informatik noch immer lebendig sind. Mit dem Plankalkül schuf er die Grundlage der modernen Programmiersprachen. Der "Rechnende Raum" gilt als Grundlage der massiv parallelen Berechnungsmodelle, wie z.B. der Zellularen Automaten. Nicht zuletzt finden sich interessante Gedankensplitter, wie z.B. eine Handskizze mit einem Assoziativspeicher. Diese Speicherart findet - funktional fast unverändert nur technologisch aufbereitet - in den Caches moderner Prozessoren ihre aktuelle Anwendung. Mir ist keine frühere Erwähnung des inhaltsadressierten Speichers bekannt, so daß Zuse hier ebenfalls als Erfinder angenommen werden kann. Der Charme des Buches liegt in der Originalität und der Autentizität. Das Buch ist frei von Spekulation und Interpretation. Zuse schildert in seiner ganz persönlichen, bescheidenen Art - so, wie er als Menschen war - die Gedankengänge, Probleme und Lösungen, die ihn zum Erfinder von etwas machten, was die Menschheit sicherlich bis an ihr Ende begleiten wird. BK



