Tageslicht in der Architektur
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Produktbeschreibung
In der Architektur kommt dem Tageslicht eine wichtige Stellung zu. Ohnedie bewusste Integration von Tageslicht hätten viele Bauten nicht die Qualität,die sie heute ausstrahlen. Das Licht übt auf drei Ebenen Einfluss auf dieArchitektur aus einer sachlichen, einer ästhetischen und einer emotionalenEbene. Auf der sachlichen Ebene wird das Licht formal als Helligkeitsspendereingesetzt. Die zweite Ebene geht vom geschmackvollen Raumempfinden aus,das durch Farb- und Schattenkompositionen beeinflusst werden kann. Aufder emotionalen Ebene schliesslich werden die Gefühle durch gezielte Lichteffekteangesprochen. Das Licht als Instrument, um eine Atmosphäre zu erzeugen,ist nur unmittelbar erlebbar und schwer in Worte zu fassen. Die beidenArchitekten Pablo Buonocore und Michael A. Critchley, Absolventen der FachhochschuleWinterthur, verfolgen mit diesem Buch das Ziel, einen praktischen Führerfür Planer und Architekten zu schaffen.
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #1281144 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2001-08
- Einband: Taschenbuch
- 175 Seiten
Kundenrezensionen
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Tageslicht analytisch
Von Ein Kunde
Das Buch der beiden jungen Autoren Pablo Buonocore und Michael A. Critchley greift die aktuelle Diskussion des Tageslichts in der Architektur auf. Sie ist als systematisches Nachschlagewerk vorgesehen und Entstand aus einer Diplomarbeit im Fach Architektur- und Kunstgeschichte. Die physikalische Betrachtung des Lichts im ersten Kapitel zeigt eher die Geschichte der Forschungsgeschichte im Kontext des Lichtes auf, als das sie physikalische Aspekte des Lichts erläutert. Die Darlegung der kulturgeschichtlichen Auseinandersetzung mit dem Licht spiegelt den kunstgeschichtlichen Hintergrund der Autoren wieder.
Eine äußerst interessante Betrachtung sind die Computer Simulationen zum Thema „Licht im Vergleich", in denen unterschiedliche Raumsituationen mit verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten kombiniert werden. Die rigide Anordnung der Renderings mit einer Darlegung lichttechnischer Werte wirkt sehr unvermittelt. So lassen sich nur die Abbildungen gut analysieren, ein umfassender Vergleich der Beleuchtungswerte fällt sehr schwer durch die Darstellung. Sehr negativ fallen bei den gerenderten Raumsituationen Fehler in der Berechnung der Beleuchtungsverläufe auf, die selbst für einen Laien deutlich wahrnehmbar sind und so das Kapitel in Frage stellen.
Die analytische Stärke zeigt sich ebenfalls bei der Untersuchung von 34 Architekturbeispielen aus dem 20. Jahrhundert, die jeweils in Hinblick auf Stimmung, Transmission, Reflexion, Kontrast, Farbwiedergabe, Textur und Lichtsteuerung beschrieben werden. Erkennbar wird für den Leser welche Objekte selber besucht wurden und welche ausländischen Gebäude nicht ausreichend recherchiert wurden und so Annahmen für die Beleuchtung getroffen wurden über Fotos.
Das Buch zeigt eine hohes Maß an analytischer Betrachtung und läßt den Wunsch nach einer Zusammenführung der Inhalte offen. Für den Architekten eine Anregung zur Analyse seiner Tageslichtkonzeption und eine gute Zusammenstellung verschiedener Meisterbauten als Information.
