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Immobilienwert und Energiebedarf. Einfluss energetischer Beschaffenheiten auf Verkehrswerte von Immobilien. Abschlussbericht

Immobilienwert und Energiebedarf. Einfluss energetischer Beschaffenheiten auf Verkehrswerte von Immobilien. Abschlussbericht
Von Tim Wameling

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Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #983285 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2010-05-20
  • Einband: Broschiert
  • 93 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Die rechtliche wie normative Regelungsdichte zur energetischen und ökonomischen Gebäudebewertung ist in Deutschland sehr ausgeprägt. Diese Vorschriften und Regelwerke korrespondieren vielfach nicht miteinander, zudem existieren Doppelregelungen. Die Untersuchungen der Datengrundlagen zeigen, dass energetische Bedarfsberechnungen systemimmanente Abweichungen von mehr als 30 Prozent aufweisen können. Aus Sicht der Verkehrswertermittlung können Energieausweisergebnisse - gleichgültig, ob verbrauchs- oder bedarfsgestützt - daher nur mit einem sehr groben Raster interpretiert werden. Durch zwei umfangreiche Felduntersuchungen in Nienburg und Hannover konnte gemeinsam mit den zuständigen Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse das Verhältnis von Energieeffizienz und Kaufpreis an knapp 400 Objekten untersucht werden. Die Ergebnisse zeigen eine konkrete monetäre Abhängigkeit, die allerdings eine hohe Korrelation mit dem Baujahr aufweist. Auf Basis der energetischen, ökonomischen und statistischen Forschungen wurden Überschlagsformeln zur energetischen Wertbestimmung entwickelt. Im letzten Teil der Arbeit werden Vorschläge zur Einbindung der Ergebnisse in das Sach- und Ertragswertverfahren nach Wertermittlungsverordnung dargestellt.Das Projekt bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode und ein praxisorientiertes Verfahren zur Berücksichtigung energetischer Eigenschaften in der Verkehrswertermittlung. Ziel ist die Erarbeitung einer geeigneten Methode, die, gestützt auf statistische Marktuntersuchungen, Kostendaten und Erkenntnisse aus Bautechnik und lnvestitionsrechnung zu einer energetischen Wertkorrektur führt, die in die erprobten offiziellen Wertermittlungsverfahren einfließen kann. Die Entscheidung ob, wann und wie investiert wird, orientiert sich an finanziellen Risikoanalysen mit möglichst geringer Fehlertoleranz. Ein wesentlicher Baustein dieser Analyse ist - besonders im Hinblick auf Sanierungs- und Modernisierungstätigkeiten - die Verkehrswertermittlung. Diese wird in der Regel auf Basis von Vergleichs-, Sach- oder Ertragswertverfahren aus der Wertermittlungsverordnung durchgeführt, die aber keine hinreichenden Methoden zur Berücksichtigung energetischer Eigenschaften vorsehen. Dies hat zur Folge, dass regelmäßig Wertgutachten von Immobilien keine qualifizierten Aussagen zur energetischen Qualität und des damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklungs- und Risikopotenzials enthalten. Durch diese verkürzte Darstellung werden die nachhaltig enorm wirksamen energetischen Gebäudeeigenschaften in Investitionsentscheidungen unzureichend gewichtet. Diese Zusammenhänge werden auf Basis von Feldforschungen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen analysiert. Auf die Parameter "Marktakzeptanz des Energieausweises" und "Amortisationszyklen energetischer Investitionen" wird dabei eingegangen. Im Kern der Arbeit werden die Kaufpreise und die energetischen Eigenschaften von 197 EFH /ZFH und 178 MFH, die im Zeitraum 2002-2008 gehandelt wurden, mit Hilfe von multiplen Regressionsanalysen untersucht. Zu diesem Zweck wurde der Schlüsselparameter w' - das energetische Wertänderungsmaß - mit der Einheit EUR /kWh p.a. entwickelt. Im Ergebnis ist über w' ein signifikanter Zusammenhang erkennbar. Die endenergetische Wertsteigerung liegt im Untersuchungsraum für EFH/ZFH zwischen 1,1 -1,3 EUR je effizientere kWh p.a. Bei MFH liegt das w'-Maß etwas niedriger: endenergetisch zwischen 0,8-1,0 EUR/kWh p.a., heizenergetisch betrachtet bis 1,2 EUR/kWh p.a. Im abschließenden Praxisteil werden teils tabellarisch gestützte Verfahren und Methoden erläutert, um diese Ergebnisse im Rahmen von Verkehrswertermittlungen bei Sach- und Ertragswertverfahren berücksichtigen zu können.


  
 

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