Natürliche und pflanzliche Baustoffe: Rohstoff - Bauphysik - Konstruktion
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #184574 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-04-28
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 225 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein gutes Grundlagenwerk
Von Philip Kullmann
Natürliche und pflanzliche Baustoffe: Rohstoff - Bauphysik - Konstruktion
Das Buch "Natürliche und pflanzliche Baustoffe" bezieht sich in erster Linie auf Natürliche Dämmstoffe.
Holzmann & Wangelin bieten eine leicht verständliche Einführung über die physikalischen Grundlagen von Wärmedämmstoffen und die Bewertung des Ressourcen- und Umweltschutz einzelner Dämmstoffe. Der Abschnitt über die Ökobilanzierung von Baustoffen ermöglicht es dem Leser Dämmstoffe anhand unterschiedlicher ökologisch relevanter Kriterien zu vergleichen. Der Leser lernt die wirklich ökologischen Baustoffe von den angeblich ökologischen Dämmstoffen zu unterscheiden und dies als Entscheidungsgrundlage für die Auswahl von Baustoffen zu nutzen.
Nach Erläuterung der theoretischen Grundlagen, legen Holzmann & Wangelin den Fokus auf die einzelnen Naturbaustoffe. Sehr gut sind die allgemeinen Informationen zu den Dämmstoffen sowie die Informationen zur Ernte und Aufbereitung. Der Leser kann den Weg des Dämmstoffes vom Keimling bis zum Bauprodukt nachvollziehen. Die aufgeführten Konstruktions- und Einabubeispiele (z.B. Wandaufbauten) sind konkrete Ausgangspunkte für die Planung eines Bauvorhabens, leider sind nicht für jeden Dämmstoff Konstruktions- beispiele aufgeführt.
Philip Kullmann
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hervorragendes Fachbuch
Von Ruth Kühbauch
Wow ' super! Der Autor hat 10 Baustoffe bzw. deren Entstehung von
der Landwirtschaft (Vegetationsursprung, Vegetation/Kultivierung heute,
Eigenschaften der Pflanzen sowie Inhaltsstoffe) bis zum Bauprodukt(Dämmstoff) und diverse Arten des Einbaus beschrieben (Flachs, Getreide,Hanf, Holz, Kokos, Kork, Schilf, Seegras, Stroh, Wiesengras). Die Bilder und Zeichnungen visualisieren das Thema sehr schön. Zusätzlich beschreibt er noch weitere Faserpflanzen, aus denen Dämmstoffe gemacht werden oder gemacht werden können (Ananas, Bastpalme, Baumwolle, Bombayhanf, Faserbanane, Halfagras, Hanfpalme, Hopfen, Jute, Kapok, Kenaf, Roselle, Kongojute, Miscanthus, Neuseelandflachs, Ramie, Sisal, Agave, Zuckerrohr und Zwergpalme). Auch der Einstieg mit den Grundlagen aus pflanzlichen Rohstoffen, den bauphysikalischen Grundlagen und die Punkte zum Ressourcen- und Umweltschutz sind sehr verständlich geschrieben. Was ich ganz besonders gut finde, auf den Innenseiten der Umschläge sind übersichtlich die wichtigsten Werte zum Primärenergie-verhalten sowie eine tabellarische Übersicht der bauphysikalischen Werte. Das erleichtert das Arbeiten mit dem Werk. Kann das Buch also nur sehr empfehlen ...
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Keine Bettlektüre für manche Industrie-Lobbyisten, weil Alptraumgefahr
Von Androctonus Crassicauda
Ein gelungenes Buch. Und ein Buch, auf das wir gewartet haben, nachdem die gängigen Baumarktprodukte aus dem Chemielabor eine breite Spur von Opfern hinter sich gelassen haben, wurde es nämlich höchste Zeit, dass ein umfassendes Werk über natürliche und weitgehend aus Pflanzen hergestellte Baustoffe kompetent Auskunft gibt. Bei mir kommt das Buch mehrfach pro Woche in der Beratungsarbeit und in der Praxis zum Einsatz.
Die Rezension meines Vorredners lese ich deshalb mit Verwunderung. Hat er das Buch überhaupt gelesen? Oder muss die Mineralwoll-Lobby sich wieder ins Gedächtnis rufen? So kommt es mir vor, wenn ich lese, dass die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit der beschriebenen Baustoffe in Frage gestellt wird, obwohl diese Aspekte doch gut verständlich im Buch rübergebracht wurden. Genau da scheint der 'Hase im Pfeffer zu liegen', offenbar wurde für das 'Geschmäckle' von manchen zu gut beschrieben. So wird gar eine 'Kernfrage' gestellt, um den Wert des Buches zu zerreden.
Zitat: 'Warum muss man ein Holz erst zerkleinern um es im Bau einzusetzen?'
Hmm, hätte der Kommentator gelesen, wüsste er, dass genau dies ausführlich beschrieben wurde und auch, welches Holz, wie und von wo das Holz kommt.
Der nächste 'Seitenhieb' als Frage mit vermeintlich technischen Hintergrundwissen getarnt:
Zitat: 'Ist ein Baustoff dieser Art auch noch nach 30 Jahren stabil, gesund und weist er die angegebenen Kennzahlen noch auf?'
Was will uns der Kommentator damit vermitteln, mag sich der ebenfalls sachkundige Rezensionsleser fragen, denn fast alle im Buch aufgezeigten Baustoffe haben Jahrzehnte längere Erfahrungswerte als jedes Kunststoffprodukt oder Mineralwollen etc.. Es gibt keine Dämmstoffe auf dem Markt, der Welt die längere Erfahrungswerte aufweisen können als die in diesem Buch aufgezählten.
Bei der nächsten Frage von FausN musste ich schmunzeln. Meint er gar, ich zitiere:
'Werden im Zuge der Produktion weltweit dieser hoch subventionierten Baustoffe vor allem in Entwicklungsländern nicht Food-Recources dadurch zerstört?'
Welch erleuchtender Schwachsinn! Wer das Buch gelesen hat, weiß, die aufgezeigten Baustoffe werden alle, bis auf Kokosfasern (und hier steht deutlichst dabei wo und wie gearbeitet wird, ohne Schönung) in Europa angebaut, weiterverarbeitet und genutzt.
Tja, was schließen wir aus dem Kommentar von 'FausN'? Er hatte entweder das falsche Buch in der Hand oder sieht in Naturdämmstoffen einen Wettbewerb. Das hier vorliegende Werk, zeigt in bis heute nie da gewesener Art und Weise wie Naturdämmstoffe hergestellt werden und was tatsächlich in diesen Baustoffen enthalten ist. Deshalb bekommt es von mir wohlverdiente 5 Sternchen.



