C++ von A bis Z: Das umfassende Handbuch (Galileo Computing)
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #8559 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-05-28
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 1247 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bitte nicht damit C++ lernen
Von Christian Koehler
Meine anfängliche Begeisterung für das Buch ist schnell verflogen. Herr Wolf versteht sich zwar in einem locker leichten Schreibstil, aber er lässt viele Fragen offen oder erklärt einige wichtige Hintergrundinfos erst gar nicht. Die C++ Community ärgert sich ständig über Fragen die darauf zurückzuführen sind dass Herr Wolf in C wie in C++ Sachverhalte nicht oder nur unzureichend erklärt.
Wer mit dem Buch fertig ist darf dann hinterher fast nochmal von vorne anfangen, was viel schwieriger ist als wenn man gleich ein gutes C++ Buch gekauft hätte.
Wer modernes C++ wirklich ernsthaft lernen möchte der greift zu Büchern wie: "Der C++ Programmierer", "C++ Primer", "Einführung in die Programmierung mit C++" oder auch "Die C++ Programmiersprache". Es gibt viele Bücher über C++, aber nur ganz wenige taugen etwas.
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Weder C++ noch C
Von WM
Als langjähriger C++ Programmierer erlaube ich mir die Aussage dass dieses Buch mehr schadet als nützt. Ich kam dazu weil mir dessen Früchte (Programmierer die damit C++ erlernt haben) sehr suspekten Code lieferten. Mein Verdacht hat sich bestätigt.
Daher meine Aussage:
Jeder der geneigt ist sich C++ anzueignen, sollte dieses auf ~1200 Seiten aufgeblähte Buch definitiv meiden.
Anstatt einfaches (!) C++ beizubringen muss sich der Leser am Anfang mit C[ohne ++] herumschlagen. Nein es ist nicht das Gleiche und sollte auch nicht gemischt werden.
Das Buch hat sehr viele Schwachstellen auf die ich hier gar nicht eingehen kann und möchte.
Ein paar kleine Beispiele:
"Das wäre in C so..." oder "so wäre es in C implementiert". Obwohl es ein C++ Buch ist wird es mit solchen Hinweisen vollgemüllt. Mit dem C Kram bekommt der Leser unnötigen Ballast den er bestenfalls nie brauchen wird aber damit schon von Anfang an konfrontiert wird. Wobei ich im Folgenden mit "C" das J. Wolf-C meine. Gutes C ist was anderes.
Als ob es nicht genug wäre, wird der geneigte Leser am ANFANG mit char * statt std::strings mit Zeiger auf Zeiger ** statt mit vector<> und array<> malträtiert. Durch die Verwendung dieser char ** passiert dem Autor genau das was einem guten C++ Buchautor nicht passieren sollte, nämlich ausnahme-unsicherer Code gepaart mit nicht wenigen Gedankenfehlern in seinen Beispielen die direkt in undefiniertes Programmverhalten und damit in die Programmiererhölle führen. Dabei wäre es gar nicht notwendig, wenn der Autor die unnötigen char **, (C Casts), Funktionen mittels Präprozessor und anderen Müll einfach weg lässt oder als Negativbeispiel aufführt, was leider nur an sehr wenigen stellen passiert. Dies setzt natürlich voraus dass man weiß dass es falsch ist so etwas beizubringen und welche Fehler aus solchem Code resultieren können.
Wenn der Autor schon den Drang hat die Hälfte aus seinem Buch "C von A bis Z" zu kopieren, welches er übrigens an jeder auch nur erdenklichen Stelle anpreist, dann bitte irgendwo im Anhang unter einem zusammengefassten Kapitel "C vs. C++" oder so ähnlich.
So geht es durchgehend weiter. Der Autor pastet Seite für Seite alles rein was ihm einfällt und tritt ausgerechnet dort wo C++ interessant wird, nämlich STL und OOP, deutlich zu kurz.
Fragt sich nur warum das Buch so gut bewertet wurde?
Viele kaufen sich das Buch weil sie das neue Erscheinungsdatum bevorzugen und sind euphorisch wenn sie diese 1200 Seiten überlebt haben. Ich muss euch enttäuschen aber der C++ Standard so wie er in diesem Buch vorgeführt wird, stammt aus dem Jahre 1999. Damit gilt praktisch fast jedes Buch was ab diesem Zeitpunkt herauskam noch als aktuell. Zum neuen Standard C++11, der vor wenigen Tagen herauskam, gibt es nur sehr wenige Bücher die meistens nur für Erfahrene Programmierer gedacht sind.
Auch weiß ich aus Erfahrung und Gesprächen mit Kollegen dass sich viele C Programmierer beim Aneignen von C++ sehr stark an ihrer alten Sprache orientieren und daher auch geneigt sind die C-Vorgehensweise auf C++ anzuwenden. Das darf einem guten C++ Programmierer nicht passieren (!). Auch wissen viele einfach nicht was gutes C++ ausmacht weil sie eben aus solchen Büchern lernen. Man kann viel streiten aber bei ausnahmeunsicherem Code, Rückgabe von Rohzeigern, manuellem deleten ala C-free() hört der Spaß eindeutig auf und führt zu all den Fehlern die mit der Einführung von Ausnahmesicherheit/Typsicherheit/STL/Smart Pointern/... vermieden werden sollten.
Auch sollte man sich als C++ Programmierer definitiv nicht an wxWidgets orientieren. Wenn plattformunabhängig dann Qt.
Welches Buch sollte man dann verwenden?
Viele C++ Kollegen empfehlen entweder C++ Primer (ISBN-13: 978-0201721485) oder Thinking C++ (ISBN-13: 978-0139798092). Beide Bücher haben zwar ihre Macken und hin und wieder gibt es Bugs und Syntax Fehler im Code. Dennoch sind sie auf einem deutlich höherem Level als dieses Buch hier.
Im Anschluss, sobald man Erfahrung hat und das eine oder das andere Programm entwickelte, sollte man sich unbedingt mit Scott Meyers Büchern wie z. B. Effektiv C++ programmieren (ISBN-13: 978-3827330789) auseinandersetzen. Diese Bücher spielen in der obersten Liga und beantworten viele bis dahin offene Designfragen.
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nicht zu empfehlen
Von lordjaxom
Hier wird kein C++ gelehrt, sondern C (mit Klassen). Der Leser wird direkt zu Anfang mit unnötig komplizierten Verfahrensweisen konfrontiert und an gefährliche Techniken herangeführt, die in C vielleicht unumgänglich, in C++ aber definitiv zu vermeiden sind. Darüberhinaus werden diese Techniken zum Teil auch noch falsch erklärt.



