Produktivitätsmanagement im Baubetrieb durch angewandte Kybernetik: Eine Organisationstheorie mit Anwendungsmöglichkeiten auch im praktischen Landschaftsbau
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Produktinformation
- Veröffentlicht am: 2001-01-01
- Einband: Taschenbuch
- 200 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Zusammenfassung: Die gegenwärtige Marktsituation im Baugewerbe ist gekennzeichnet von Konjunkturflaute, Sparzwang und Haushaltssperren. Über den Zuschlag für einen der knappen Aufträge entscheidet meist der Preis. Innerhalb der letzten Jahre hat dieser enorme Preisdruck zu einem Verdrängungswettbewerb geführt, der teilweise zum Existenzkampf geworden ist. Ein Überleben ist in erster Linie durch Steigerung der Produktivität möglich. Aber wo müssen Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität ansetzen und welche Mittel sind erfolgversprechend? Die Baukybernetik als Lösungsansatz: Eine umfangreiche Langzeitstudie innerhalb deutscher mittelständischer Unternehmen hat gezeigt, dass bislang nicht einmal zwei Drittel der Arbeitszeit wertschöpfend genutzt werden. Dabei wäre mit der richtigen Betriebsorganisation eine Ausnutzung von 85% erreichbar. Mehr als drei Viertel der verschwendeten Zeit hängen direkt mit der Organisation zusammen. Lösungsansätze zum Erreichen einer effizienten Organisation bietet die Baukybernetik. Die Wissenschaft der Kybernetik liefert als Lehre der Selbststeuerung von Organisationsprozessen Grundsätze mit Gültigkeit für Struktur und Regelung von Organisationen jeder Art und Größe. Unternehmen werden dabei als Regelungssysteme betrachtet. Die Einbindung aller Beteiligter, Selbstorganisation und Selbstverantwortung spielen eine wichtige Rolle. Als Baukybernetik bezeichnet man die Übertragung kybernetischer Grundprinzipien in eine moderne Managementlehre des Bauwesens. Sie liefert uns anwendungsbezogene Handlungsgrundsätze, deren Umsetzung im Bauunternehmen zur Optimierung betrieblicher Abläufe und damit zur Steigerung der Produktivität verhelfen kann. Entgegen der hochtrabend klingenden Bezeichnung handelt es sich bei der Baukybernetik jedoch nicht um eine dieser komplizierten und in der Praxis kaum umsetzbaren Lehren. Es ist vielmehr eine innovative Systematik von einfachen Grundprinzipien, die längst auch im Bauwesen praktisch angewendet werden. Meist erfolgt dies jedoch unbewusst und ohne Kenntnis der allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten. Folglich mangelt es an einer konsequenten Umsetzung und die Organisationsstrukturen weisen Lücken auf, die unmittelbar zur Entstehung der Produktivitätsdefizite beitragen. Im Zentrum des Interesses steht das Unternehmen im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Die Erkenntnisse dieser Diplomarbeit sind daneben jedoch direkt übertragbar auf jedes Unternehmen, das dem Baugewerbe zuzuordnen ist. Die Aktualität des Produktivitätsmanagements als Kernthema der Unternehmensführung ist unbestritten. Als wissenschaftliche Grundlage für die weiteren Ausführungen wird der Denkansatz der Kybernetik in der gebotenen Sorgfalt erläutert. Wer sich also noch nie mit dem Thema der Kybernetik befasst hat, kann in Kapitel 3 die wesentlichen Grundsätze in leicht verständlicher und komprimierter Form nachlesen. Entstehung, Definition und Grundsätze werden kurz erläutert. Danach folgt die Betrachtung wirtschaftlicher Unternehmen aus der Perspektive der Kybernetik und schließlich die Übertragung auf das Bauwesen. Bestandserhebung zur Organisation im Landschaftsbau: Um empirisch gesicherte Empfehlungen geben zu können, wurden zwei voneinander unabhängige Umfragen durchgeführt. Inhalt einer mündlichen Befragung von Betrieben aus Bauhauptgewerbe, Landschaftsbau sowie aus der Planung waren deren praktische Erfahrungen mit dem KOPF-System. Das erklärte Ziel von KOPF (Kybernetische Organisation, Planung und Führung) besteht darin, den Bauablauf unter Berücksichtigung kybernetischer Erkenntnisse flüssiger und stressfreier zu gestalten. Das von dem Architekten und Bauingenieur Heinz Grote für den praktischen Einsatz in Unternehmen der Baubranche entwickelte Organisationssystem gilt als Musterbeispiel der Umsetzung baukybernetischer Grundsätze. Im Rahmen der Befragung sollten die praktischen Erfahrungen der Betriebe Erkenntnisse grundsätzlicher Art liefern und der Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Produktivität dienen. Gegenstand einer zweiten, schriftlichen Umfrage war der gegenwärtige Stand der Organisation in der Branche. Hier wurden zufällig ausgewählte Landschaftsbau-Betriebe aller Größen und Tätigkeitsbereiche angeschrieben und deren Angaben statistisch ausgewertet. Durch Feststellen der gegenwärtigen Organisationsstrukturen und Untersuchung des Umgangs mit dem Thema Produktivitätsmanagement wurde der Handlungsbedarf ermittelt. Beinahe 90% der befragten Unternehmen waren der Auffassung, dass die größten Reserven zur Steigerung der Produktivität im richtigen Management zu suchen sind. Etwa 85% stimmten der Aussage zu, dass dieses Management bedeutet, Selbstorganisation und Selbstverantwortung der Mitarbeiter zu ermöglichen und zu fördern. Bei der Beurteilung betriebseigener Faktoren wurde jedoch der Selbstorganisation die schlechteste Bewertung aller Aspekte attestiert, dicht gefolgt von den Faktoren Produktivität und Unternehmenserfolg. Die wichtigsten Aussagen der befragten Unternehmen wurden in Defizite und Potenziale zusammengefasst. Daraus wurden schließlich Handlungsbedarf und Ansatzmöglichkeiten des Produktivitätsmanagements abgeleitet. Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Produktivität: Ziel ist die Weiterentwicklung der Betriebsorganisation auf Basis der Kybernetik unter dem besonderen Aspekt der Produktivitätserhöhung. Für eine Umsetzung in die Praxis muss jedoch zunächst ein Umdenken in der Führungsebene der Unternehmen einsetzen. Der Betrieb muss als kybernetische Organisation begriffen und betrachtet werden. So werden die tatsächlichen Betriebsabläufe erkennbar und Mängel in der Organisation werden aufgedeckt. Durch gezielte Eingriffe in die Struktur der Organisation werden die notwendigen Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung geschaffen. Mit den Grundsätzen der Kybernetik als Hintergrund und Zielsetzung permanenten Strebens nach Verbesserung können gegenwärtige Betriebsorganisationen zu echten kybernetischen Systemen entwickelt werden. Im Kapitel 6 werden konkrete praxisgerechte Handlungsempfehlungen vorgestellt. Fazit – Produktivität ist steuerbar: Es gilt, die gegenwärtige Betriebsorganisation Schritt für Schritt zu verbessern. Dabei ist Verständnis für kybernetische Zusammenhänge und den daraus erwachsenden Konsequenzen bei der Umsetzung der Bestrebungen eine wesentliche Grundlage. Vor allem aber ist es die richtige Einstellung der Mitarbeiter, die erfolgreiches Produktivitätsmanagement ausmacht. Das Streben nach ständiger Verbesserung und Steigerung der Produktivität muss im Betrieb aktiv gelebt werden und jeden einzelnen Mitarbeiter erfassen. Die notwendigen Impulse durch Schaffung geeigneter Organisationsstrukturen müssen dabei jedoch von oben kommen. Eines jedenfalls steht fest: Produktivität ist steuerbar. Den Kurs gibt der Steuermann vor, der im Griechischen „Kybernetes“ genannt wird. Ein vertieftes Literaturstudium ermöglicht das ausgewogene Literaturverzeichnis mit über 50 Quellenangaben.
Der Verlag über das Buch
Bei dieser Studie handelt es sich um eine Diplomarbeit die am 01.02.2001 erfolgreich an einer Fachhochschule in DEUTSCHLAND im Fachbereich Landschaftsarchitektur eingereicht wurde.
