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Energieautonomie: Eine neue Politik für erneuerbare Energien

Energieautonomie: Eine neue Politik für erneuerbare Energien
Von Hermann Scheer

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(7 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibung

Der renommierte Energieexperte Hermann Scheer zeigt, warum eine "Renaissance der Atomenergie" der falsche Weg aus der Energiekrise ist, warum das "Kyoto-Protokoll" die Energiewende eher behindert als fördert, mit welchen neuen Technologien die Weltenergieversorgung gesichert werden kann und - was ist "Energieautonomie" und wie kann sie eine neue Weltordnung begründen.


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #286937 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2005-05-04
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 315 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
4Warnung vor dem "roll back"
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist für mich das dritte in einer Reihe gewesen, die ich aus Hermann Scheers Autorenschaft gelesen habe. Angefangen mit dem exzellenten "Solare Weltwirtschaft" und über das weniger ökologiezentrierte, aber politik- und gesellschaftskritische und gerade deshalb empfehlenswerte "Die Politiker" schafft "Energieautonomie" gleich mehrerlei: Es transferiert Überlegungen aus dem populären "Solare Weltwirtschaft" in die Gegenwart, und ohne allzuviel daraus zu wiederholen setzt es direkt daran an. Es stellt eine anspruchsvolle, interessante und gleichzeitig notwendige Strategie zur Durchsetzung erneuerbarer Energien vor. Und es präsentiert zahlreiche Gründe, warum ein Umstieg überfällig und vor allem machbar ist.

Sehr gefallen haben mir die Abschnitte, in denen gerade der Umweltbewegung auf die Finger geschaut wurde. Der Warnruf, dass das heutige Wachstum der erneuerbaren Energien keineswegs ein Selbstläufer werden wird ist ohne Zweifel berechtigt. Mächtige Gegenspieler stehen auf dem Plan, und unversehens könnte eine einzige, unglücklich verlaufende Bundestagswahl jahrelangen Fortschritt in diesem Bereich zunichte machen oder zumindest auf einem nicht zufrieden stellenden Niveau zementieren.

Vier Sterne gibt es von mir für die gute Recherche, den spannenden Ansatz, das Einführen des Konzepts der Energieautonomie (nicht zu verwechseln mit Energieautarkie!) und die Fortschreibung einer wichtigen inhaltlichen Buchreihe. Für den fünften Stern fehlt lediglich ein gewisses Quantum Etwas, das ich aber auch darauf schieben kann, dass ich durch die Lektüre der vorherigen Publikationen Hermann Scheers bereits vorbereitet und manches in anderen Worten so ähnlich schon einmal gehört habe. Nichtsdestotrotz ein empfehlens- und lesenswertes Buch!

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Sehr gutes Buch um zu erfahren, warum man die Fossilen unter der Erde lassen sollte
Von Davidsch
Das Buch liefert einen sehr guten, qualitativen Überlbick über das hoch komplexe Thema der Energiewirtschaft (hauptsächlich in Deutschland). Es handelt von den Grundstrukturen dieses Sektors, den Charakteristika der fossilen Energieträger (im historischen Kontext) und den Chancen, sowie er dringenden Notwendigkeit die Energieversorgung auf EE umzustellen. Dabei wird ein logisch zusammenhängendes Bild gezeichnet, so dass der Leser ein "Gefühl" für die Thematik entwickeln kann und zum Nachdenken angeregt wird.
Es lässt sich außerdem (auch ohne Vorkenntnisse) sehr gut lesen - also rundum empfehlenswert.

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Eine Aufbaukur für die regenerative Szene
Von Ein Kunde
Nachdem Hermann Scheer, der unermüdliche Streiter für die überfällige Energiewende, in seinem Werk "Solare Weltwirtschaft" minutiös das Potenzial, die technisch-wirtschaftliche Machbarkeit und dazu gehörende Schlüsseltechnologien wie Stromspeicherung dargelegt hat, geht es im neuen Werk um die politischen und geistigen Hürden. Denn da die technischen Voraussetzungen gegeben sind, warum dauert es dann - angesichts all der bekannten und vielfach belegten Vorteile - immer noch so lange? Auch die Befürworter, so seine These, hätten nämlich die Denkweise und Argumentation des konventionellen Energieversorgungssystem mindestens teilweise verinnerlicht und ordnen sich ihr somit unbewusst unter. So etwa, wenn ein Architekt stolz von seinem neuartigen Bürogebäude "ohne Heizung" spricht, als ob die "solare Heizung" nicht vorhanden und nur eine Öl- oder Gasheizung eine "richtige" sei.

Ebenso wagten es zu wenige Befürworter, an die prinzipiell mögliche Vollversorgung mit Regenerativen zu glauben, dahinter zu stehen und dies offensiv zu vertreten, um nicht etwa als spinnerte Visionäre dazustehen.

Es geht inzwischen nicht mehr darum, Zahlen zum Potenzial usw. auf den Tisch zu legen - die Debatte muss weiterentwickelt werden und nach sonstigen Hindernissen fragen und für diese Lösung vorschlagen.

Hermann Scheer gelingt dies und er gibt so der Energieszene neuen Mut und die Hausaufgabe auf, sich bewusst zu werden, dass die Regenerativen der Konvention weit überlegen sind, und das eigene politische und energiewirtschaftliche Handeln auch daran auszurichten.

Bemerkenswert fand ich die historischen Herleitungen, etwa die Auseinandersetzung in 19. Jhdt. zwischen Edisons dezentraler und Westinghouse' zentraler Energieversorgung, mit deren Folgen wir uns heute noch herumschlagen. Die heutige Situation wird damit verständlicher.

Zudem ist das Buch durchaus flüssig und gut lesbar geschrieben.

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