Die Frau, für die ich den Computer erfand, 3 Audio-CDs: Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute...
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #547491 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2010-03-01
- Format: Audiobook
- Länge: 193 Minuten
- Einband: Audio CD
- 200 Seiten
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
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Packende, reizvolle Nacherzählung des Lebens eines großen Erfinders
Von Regina Károlyi Media-Mania.de
Friedrich Christian Delius hat seinen Roman als fiktives Interview zwischen dem alten Zuse, ein Jahr vor dessen Tod durchgeführt, und einem jungen Journalisten aufgezogen, der von Mathematik und Informatik praktisch nichts versteht.
Zuse tritt kauzig auf, etwas verbittert erscheinend, wenn es um die ihm vorenthaltenen Lorbeeren geht, allmählich auftauend, sich dann melancholisch und geradezu romantisch in Erinnerungen an seine "Romanze" mit Ada Lovelace verlierend. Der Autor weiß jedoch, wann es genug ist - "sein" Konrad Zuse wird nie lächerlich; er präsentiert sich als alter Mann, der nur zum Teil über den Dingen steht. Und solcher Dinge, über denen man nun eben steht oder die einen unter sich begraben, gibt es viele in Zuses Leben. Spannend sind die Erinnerungen dieses Erfinders und Unternehmers, nicht zuletzt aus der Nazi- und Kriegszeit, und Delius weiß sie fesselnd wiederzugeben und mit jenem Hauch des Fiktiven zu würzen, der einem Roman guttut, ohne die Geschichte selbst zu verfälschen.
Am Ende bleibt der Eindruck einer in der Tat, wie vom Untertitel plakatiert, unglaublichen Geschichte, der Geschichte eines von Rückschlägen unbeeindruckten, seine Ideen aufopferungsvoll verfolgenden, idealistischen Erfinders, und einer so charmanten wie irrealen Liebe.
Die Hörbuchedition ist attraktiv und robust aufgemacht; sie besteht aus drei in Kunststoffhalterungen untergebrachten CDs. Delius liest selbst, und er schlüpft sehr authentisch in die Rolle des über achtzigjährigen, zurückgezogenen Eigenbrötlers, der sich mal eben vor einer Feier zur Vergabe seines "x-ten" Ehrendoktortitels drückt und stattdessen das Interview mit dem jungen Journalisten akzeptiert, den er seine mangelnde Bildung in Bezug auf Mathematik und Informatik stets spüren lässt. Verschroben-sympathisch lässt Delius' Lesung den Konrad Zuse erscheinen, weicher Kern unter rauer Schale, harte Sachlichkeit durch das Alter gemildert - und all das im Rahmen einer phantastischen, aber im Wesentlichen wahren Lebensgeschichte.
Sehr hörenswert!
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EIN GROSSER MANN
Von Ohrwurm
Ich gehöre zu der Generation, die von Zuse in der Lehre gehört hatte. Als ich einmal mit meinem kleinsten Kind in München im Technischen Museum (ich hoffe, es hiess so) und dort in der Mathematischen Abteilung war, stand ich plötzlich vor einem Ausstellungsstück von Herr Zuse.
Diese Geschichte ist sehr gut erzählt. Anfangs dachte ich immer, es kommt noch jemand dazu, aber es gab nur Herrn Delius, der in die Haut von Zuse schlüpfte. Eine gute Idee der Geschichtengestaltung.
Etwas traurig kann man nur darüber sein, dass Zuse seinen verdienten Ruhm, sehr spät und sehr wenig geniessen konnte.
Gut war zu erkennen, dass es ungeheuer schwierig sein kann für solche hellen Köpfe. Sie leben ständig zwischen Genie (was sie sind) und Wahnsinn (weil die Gesellschaft noch nicht so weit ist).
EMPFEHLUNG: KAUFEN oder LEIHEN (man braucht aber etwas Ruhe und Zeit zu dieser Lektüre)
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Heute lieber zuseln oder doch googeln?
Von Thorsten Wiedau
Das Hörbuch DIE FRAU, FÜR DIE ICH DEN COMPUTER ERFAND hat mich schon vom Titel her fasziniert - da wollte ich doch wissen was dahinter steckt. Wer steckt denn nun dahinter? Es ist Konrad Zuse der Erfinder des Computers - und die Geschichte auf diesem Hörbuch ist so aufgebaut als wäre Konrad Zuse hier und heute von einem Journalisten interviewt worden. Schräg, komisch, mit leicht melancholischen Untertönen berichtet uns Konrad Zuse, welcher von F. C. Delius gesprochen wird von seinem leben, seiner großen Liebe und dem Computer dem er Namen und Atem gab - ein großartiger Schöpfer ohne Schnörkel, ganz unprätentiös und mit viel Verstand.
Ja, für wenn erfand Konrad Zuse denn nun den Computer und wann? Es war seine Schwester, denn ohne das Geld einer kleinen und unbedeutenden Stenotypistin hätte es wohl nie den Computer gegeben, doch sie bewies Weitsicht.
Und das Konrad Zuse den Computer im Dritten Reich erfand und vor den Russen in Sicherheit brachte - na ja, das war eben die Zeit und niemand der Großen damals war sich wirklich im Klaren was da Konrad Zuse erfunden hatte - ein Genie und niemand erkannte es.
Verlacht, verspottet und von den Siegermächten ausgebremst, wurde Konrad Zuse lange der ihm zustehende Ruhm genommen und vorenthalten. Als er ihn dann doch bekam inklusive diverser Ehrendoktorhüte da wollte er sie an und für sich nicht mehr - durchaus verständlich, oder?
Das Hörbuch DIE FRAU, FÜR DIE ICH DEN COMPUTER ERFAND hat mich sehr beeindruckt, es hat mir den Erfinder Konrad Zuse auf ganz ungewöhnliche Weise näher gebracht und mich veranlasst über den Computer und die Anfänge nachzudenken.
Das Hörbuch DIE FRAU, FÜR DIE ICH DEN COMPUTER ERFAND war die erste Universal-Rechenmaschine der Welt, die A1 oder V1 - wie er sie auch immer benannte - ob nach Ada Lovelace (Tochter Lord Byrons) oder als V - Versuchsapparat und dann als V4 um den Russen zu entkommen mit der Vergeltungswaffe als Tarnung.
Ein gutes Hörbuch mit viel historischem Wissen, einem guten Einblick in das Leben des Konrad Zuse und am Ende mit meinem größten Respekt und Dank für den Erfinder des ersten voll funktionsfähigen Computers der Welt.
Empfehlenswert!



