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Internet, Recht und Abzocke: Juristische Fallstricke bei privater, freiberuflicher und kleingewerblicher Online-Nutzung

Internet, Recht und Abzocke: Juristische Fallstricke bei privater, freiberuflicher und kleingewerblicher Online-Nutzung
Von Wolf-Dieter Roth

Preis: EUR 19,95 Kostenlose Lieferung Details

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Durchschnittliche Kundenbewertung:
(3 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibung

Juristische Fallstricke bei privater, freiberuflicher und kleingewerblicher Online-Nutzung
Erscheinungsjahr: 2007
m. Abb.
Gewicht: 370 gr / Abmessung: 21 cm
Von Roth, Wolf-Dieter


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #330790 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2007-05-01
  • Einband: Broschiert
  • 250 Seiten


Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Klasse!
Von Gerhard Holzmann
Tolles Werk, sollte jeder der irgendwie was mit dem Internet zu tun hat - und sei es nur die private Mailerei - sein eigen wissen. Die Erklärungen rund um den juristischen Kram und die tatsächlich geschehenen Beispiele sind einleuchtend und laienverständlich aufgebaut. Danke dem Autor für seinen Fleiß und den nötigen Mut das alles laut auszusprechen, sowie die verständliche Bekanntmachung der tückischen juristischen Fallen im Internet und deren Gegenwehr und Vorsorge.



2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Vorsicht Heckenschützen!
Von Susanne Lücke-David
Welchen Wert hat eine Gesellschaft, in der keiner dem anderen mehr trauen kann? Jeder, der Wolf-Dieter Roths Buch gelesen hat, wird sich diese Frage stellen. Darin geht es, wie der Titel besagt, nicht um die Gesellschaft schlechthin, sondern um jene Mitglieder, die sich im Internet tummeln. Das wird auch auf den ersten Blick in den Text offenbar: Anstelle einer konventionellen Bibliographie erscheinen durchweg die Angaben von links, die nur den Nutzern eines Rechners etwas sagen. Doch deren Zahl ist beachtlich. Sie ist in Deutschland seit der Jahrtausendwende stetig angestiegen und beläuft sich inzwischen auf über 60 Prozent der Bevölkerung.
Wie gefährlich ein Spaziergang in der virtuellen Landschaft, in der ungezählte Heckenschützen im Schutz der Anonymität auf Beute lauern, für sie werden kann, deutet schon der Untertitel an: 'Juristische Fallstricke bei privater, freiberuflicher und kleingewerblicher Online-Nutzung.' Das hier präsentierte Material beweist, wie schnell ahnungslose Bürger in eine Falle tappen können, so wie der Autor selbst erst durch schmerzliche persönliche Erfahrung auf die Thematik aufmerksam wurde. Hier mag für manchen Leser ein Problem liegen, denn die Offenlegung ganz persönlicher, ja privater Ereignisse aus dem Leben des Autors könnte auf eine allzu subjektive Darstellung schließen lassen, also auf Parteilichkeit statt gebotener Objektivität. So polemisch sich das Buch jedoch auch präsentieren, so subjektiv der Blick des Autors auf die behandelte Sache auch erscheinen mag ' man möchte ihm zugute halten, dass er, der die Dinge am eigenen Leibe erlebt hat, auch gleichsam als Augenzeuge gelten muss, was dem um so mehr Glaubwürdigkeit verleiht, was anderen widerfahren ist.
Im Fokus der Darstellung Roths stehen nicht die sattsam bekannten Tricks etwa einer 'Nigeria Connection' und anderer Krimineller, die allgemein verbreitete menschliche Schwächen nutzen, um an das Konto ihrer Opfer zu kommen. (Wer auf die hereinfällt, ist schließlich selbst schuld!) Zwar kann eine Liste der vielfältigen versuchten Betrügereien im überbordenen Müll der Spams und Scams durchaus auch dem Aufgeklärten nutzen, ganz abgesehen vom Unterhaltungswert einzelner Fälle wie dem des angeblich im All vergessenen Astronauten, den es nun ' mit Hilfe gutherziger Menschen ' zurückzuholen gelte, aber der eigentliche Wert dieses Buches liegt zum einen darin, dass es einen Katalog der im Internet praktizierten fragwürdig legalen und illegalen Praktiken liefert, zum anderen darin, dass es ein Augenöffner ist für den ganz 'normalen' Irrsinn im Alltag des Internets. Da wird mit Hilfe von Winkeladvokaten Unrecht in Recht gewandelt, wird Recht von deutschen Gerichten (mangels Sachkenntnis) als solches nicht erkannt oder anerkannt, und so erscheinen hier nicht nur als seriös geltende Institutionen in einem sehr merkwürdigen Licht, sondern auch und vor allem die deutsche Justiz.
Niemand, der sich im Internet präsentiert, kann offenbar sicher sein, wegen irgendeiner Kleinigkeit spitzfindig abgemahnt zu werden. Es gibt, versichert der Autor, ganze Heerscharen von ' nicht der Gerechtigkeit, sondern nur ihren Klienten verpflichteten ' Anwälten, die im Auftrag von Firmen, öffentlichen Institutionen, aber auch Privatpersonen, vor allem Prominenten, das Internet nach 'Vergehen' von Nutzern durchkämmen, die sich in der Regel keiner Schuld bewusst sind. Wie geradezu grotesk ein solches Vorgehen sein kann, illustriert folgendes Beispiel: Ein Anwalt, der für den D-Info-Verlag, den Herausgeber der ersten Telefonbuch-CD, tätig war, verklagte reihenweise Domains und Produkte, die ein D- im Namen führten, und er sorgte dafür, dass allein der Verlag diese Schreibweise für sich in Anspruch nehmen durfte. Sogar das Deutschlandradio hatte sich zu fügen und seine Internetadresse d-radio.de stillzulegen. Selbst jemand, dessen Initialen seit dem Eintrag in ein standesamtliches Register zufällig so lauten, wie sie sich ein Mächtigerer viel später zueigen machen möchte, kann nicht damit argumentieren, dass er schließlich eher da war, so wie es dem Autor (WDR) selbst ergangen ist. Es gilt also sorgfältig zu prüfen, ob der eigene Name nicht Grund zu einer Abmahnung sein könnte.
Werden Anwälte fündig, so erfolgt mit einer möglichst kurz bemessenen Frist eine Abmahnung verbunden mit einer nicht unerheblichen Geldforderung, die sich rasch im vierstelligen Euro-Bereich bewegt. Kann der Betroffene (aus welchen Gründen auch immer) nicht innerhalb dieser Frist reagieren, folgt eine einstweilige Verfügung, und die wird nun richtig teuer. Da ist einer im Handumdrehen mit einer Viertelmillion Euro dabei, je nachdem, wie mächtig sein Gegner ist. So kann ein Opfer schnell in eine wirtschafltiche und menschliche Katastrophe geraten, und Beispiele dafür gibt es inzwischen genügend.
Wer dieses mit Sarkasmus nicht sparende Buch gelesen hat, hätte wohl nicht übel Lust, das ganze Internet fahren zu lassen, es sei denn, er ist darauf angewiesen. Da ist nun ein weiteres Verdienst dieses Buches, dass es sich als Leitfaden für die erweist, die trotz aller Umsicht ins Schleppnetz juristischen Fischfangs geraten sind. Wie verhält man sich, wenn man eine Abmahnung bekommen hat? Sollte man eine Unterlassungserklärung unterschreiben oder nicht? In welcher Form müsste eine solche verfasst sein? Ist es ratsam ' als 'Kleiner' ' einen Anwalt einzuschalten? Gerade das könnte, so Roth, zu einer Katastrophe führen, und er erklärt, weshalb. Auch wer eine Firma oder ein Versandgeschäft eröffnen und sich online präsentieren will, wer als gewerblicher Verkäufer über das Internet tätig werden möchte, wird hier Rat finden.
Als Augenöffner und Leitfaden tut dieses Buch also zweifellos gute Dienste. Nur eines wäre zu wünschen: ein Glossar, das die spezifische Terminologie erklärt, die, zumal für die Anfänger, Böhmische Dörfer darstellt, auch wenn einiges im Fließtext 'übersetzt' und kommentiert wird.

Susanne Lücke-David (copyright)

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5ein Standardwerk!
Von Roland Roth
Ein Buch um alle Rechtsfragen im Internet. Denn juristisch - und nur da - gilt leider: Internet ist stets eiliger, wichtiger und teurer als das richtige Leben... Diese Aussage trifft es nur zu gut. Gratulation an den Autor, denn er hat ein heißes Thema ungezwungen und offen angepackt, und präsentiert ohne Umschweife die Tücken des Internets, das unterwandert ist von kompromisslosen Individuen, die unter dem Deckmantel des Gesetzes die unbescholtene Bürgerschar abzocken. Herrlich scharfzüngig, keineswegs polemisch und absolut sachlich. Ein Standardwerk für jeden, der den Durchblick im Internet nicht verlieren will!

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