Gray Matter
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Produktbeschreibung
Seit Neurobiologe Dr. David Styles vor einigen Jahren seine Frau bei einem fürchterlichen Unfall verloren hat, ist er zu einem Einsiedler geworden, der sein englisches Herrenhaus, das Dread Hill House, nur noch selten verlässt. Eines Tages taucht die Studentin und Straßenkünstlerin Samantha Everett unerwartet vor seiner Tür auf - just zu dem Zeitpunkt, an dem Styles nach einer neuen Assistentin sucht. Sam bekommt den Job. Ihre erste Aufgabe besteht darin, an der Oxford University sechs Freiwillige für ein von Styles geplantes Experiment zu finden. Das Experiment beginnt harmlos, bald aber kommt es zu unerklärlichen Vorkommnissen. Und Styles wird von seiner geliebten, verstorbenen Frau heimgesucht. Nun ist es an Sam, die Geheimnisse des Dread Hill House zu lösen. Gray Matter stammt aus der Feder der legendären Adventure Autorin Jane Jansen und vermischt in unübertroffener Manier Übernatürliches mit Schauerlichem.
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #872 in Games
- Marke: DTP
- Veröffentlicht am: 2010-10
- Erscheinungsdatum: 2010-11-12
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Anzahl Disks: 1
- Plattformen: Windows 7, Windows Vista, Windows XP
- Anzahl der Produkte: 1
- Abmessungen: .75" h x 5.39" b x 7.60" l, .31 Pfund
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein "trickreiches" Abenteuer!
Von Matthias Glanznig
"Gray Matter" ist eine Geschichte rund um die junge Studentin und Zauberkünstlerin Sam Everett, die es nachts auf das Anwesen des mysteriösen Psi Wissenschaftlers Dr. Styles verschlägt. Seit einem tragischen "Vorfall" trägt dieser eine phantomartige Gesichtsmaske und schottet sich vollkommen von der Aussenwelt ab (mit Ausnahme seiner Haushälterin). Sam kennt die zahlreichen kursierenden Gerüchte um seine Person nicht und beschließt nichtsahnend, für den Doktor zu arbeiten. Von nun an beginnt eine phasenweise sehr detektivische anmutende Mystery Story (vergleichbar mit z.B. besseren Episoden der neuen übersinnlichen SyFy Serie "Haven"), geschrieben von Autorin und Spieldesignerin Jane Jensen, die viele SpielerInnen spätestens seit "Gabriel Knight" kennen. "Gray Matter" ist meiner Ansicht nach nicht minder spannend! Die Autorin hat sich offenbar sehr viel mit Oxford und der Umgebung auseinandergesetzt und sich an einer Vermischung von Fakt und Fiktion versucht, was in meinen Augen relativ gut gelungen ist. Wer "Gray Matter" durchgespielt hat, fühlt sich schon fast wie zuhause in Oxford und Umgebung und ist um ein paar historische und literatarische Informationen reicher.
Entwickelt wurde das düstere point and click Adventure der klassischen Sorte von "Wizarbox", was für sich freilich kein Hit-Indikator ist (wenigstens nicht im Hinblick auf deren letztes, mäßiges Werk "So blonde"). Doch dieses Team hat offenbar aus einigen Fehlern gelernt. Vor allem was Story und Atmosphäre anbelangt ist "Gray Matter" ein top Adventure, welches sich vieler klassischer Elemente bedient. Allerdings schwächelt das Spiel nach starkem Beginn im Mittelteil phasenweise ein kleinwenig. Ein paar Gruselmomente mehr, wären vielleicht nicht verkehrt gewesen. Aspekte wie diese sind nicht die Regel, mindern meinen ansonsten recht starken Eindruck vom Spiel doch ein bisschen. Optisch ist das düster atmosphärische Abenteuer dafür wunderschön anzusehen. Ein bisschen erinnert es an "Black Mirror 2" (auch, was die Art mancher Rätsel anbelangt), wobei es visuell ästhetischer gelungen ist. Zwischendurch gibt es diesmal nicht wie üblich klassisch filmartige Sequenzen, sondern (ähnlich dem verunglückten, kürzlich erschienenen "Jekyll & Hyde") comicartig gezeichnete, wenig animierte Bildfolgen. Das hat Stil (auch wenn es mir manchmal etwas überhastet vorkam)! Stil hat auch der starke Soundtrack. Die Musik wechselt zwar nicht oft, aber sie wirkt - vielleicht gerade deswegen. Ebenso ist die deutsche Sprachausgabe bleibt auf (in Relation zu anderen Vertretern dieses Genres) konstant hohem Niveau. Sie ist mit ein Grund, warum die Charaktere halbwegs gut gezeichnet wirken.
Nun zum Rätseldesign. Die Rätsel sind von extrem unterschiedlicher Güte. Phasenweise kann das Spiel durchaus fordern, im nächsten Atemzug erklärt es einen quasi für blöd (z.B. das Rätsel mit dem Aktenschrank - wir bekommen zwar vorab eine Instruktion, wie die Akten einzuordnen sind, doch tatsächlich lässt das Spiel für jede Akte sowieso nur einen Ordner zu - d.h. wir können gar nicht falsch liegen ;)). Vom idiotischen Tutorial sollte sich ebenso niemand abschrecken lassen. Im großen und ganzen bewegen wir uns trotz solcher Hänger auf besserem Niveau und die interessanteren Rätsel überwiegen. "Wizarbox" hat sich nicht (nur) darauf beschränkt, altbewährtes neu aufzuwärmen. Es gibt durchaus Elemente, die recht frisch wirken. Zum einen die Möglichkeit, "magische" Tricks anzuwenden. D.h. wir sind in einer Situation, wo uns Sam nahelegt das Handbuch zu verwenden, blättern uns durch die Anleitungen und suchen den richtigen Trick. Jetzt geht es primär darum, die einzelnen Schritte richtig im Sinne des Handbuchs vorzubereiten, wobei Sam den Trick erst durchführt, wenn die Schritte passen. Grundsätzlich eine nette Idee, allerdings wird einem hier erstaunlich viel Denkarbeit abgenommen, denn das Spiel fordert einen jeweils von sich aus auf, einen Trick zu wählen - wobei sich Sam ohnedies nur auf die richtige Wahl einlässt. Theoretisch ist es möglich, sich durch die (überschaubare) Liste zu klicken, und zwar solange, bis Sam zustimmt und dann müssen wir im Grunde nur noch Schritt für Schritt dem Handbuch folgen. Eine weiterer spannender Anstatz besteht in der Möglichkeit, Bonusaufgaben zu lösen, wobei wir auf der Mappe sehen, wo wir die Kernaufgabe bereits gelöst haben bzw. wo es noch Bonusaufgaben zu lösen gäbe. Diesen Weg ist meines Wissens schon recht lange kein gutes Adventure mehr gegangen. Umso interessanter, dass "Gray Matter" es wagt. Davon abgesehen ist aber alles wie so oft bei Adventure Spielen. Hinsichtlich der Dialoge im Spiel klickt man sich wie üblick durch und viele Rätsel sind theoretisch durch reines Ausschlußprinzip lösbar.
In meinen Augen eine Problemzone ist die Hotspots Funktion. Hier werden immer die Namen aller Objekte im Raum angezeigt. Welche unübersichtlichen Folgen so etwas in einem Raum mit vielen Objekten hat, kann sich jeder vorstellen - das führt dazu, dass die Hotspot Anzeige nicht alle Objekte auf einen Blick zeigt, was nicht sehr übersichtlich ist. Das ist zudem insofern nicht so ideal, als "Gray Matter" detailliert und liebevoll gezeichnet ist, weswegen wir zwangsläufig zum Teil mehr Objekte sehen, als wir tatsächlich anklicken können. Wer sich nicht auf die Hotspots Funktion verlässt, läuft insofern unter Umständen Gefahr, etwas zu übersehen (und ich für meinen Teil bin kein Fan von wimmelbildartigen Suchspielchen). Richtig schlecht ist diese Funktion zwar nicht (immerhin gibt es sie), sie ist nur eben suboptimal gelöst. Nicht ideal fand ich die etwas störrische Steuerung, aber vielleicht lag das zum Teil auch an meinem PC!
Technisch gesehen lief "Gray Matter" bei mir sehr stabil und zuverlässig. Vom Bugs und Abstürzen blieb ich verschont! Selbst auf unterstem Spielsetting sieht das Spiel hübsch aus (in meinem Fall bei 128Mb Grafikkarte, 2Ghz CPU und 2GB Ram). An manchen Locations wird das Spiel bei Systemen wie meinem zwar langsamer, es bleibt aber durchwegs spielbar! Zuletzt ist die Spieldauer mit ca. 15-16h im besseren Durchschnitt anzusiedeln. Es dauert schon ein Weilchen, bis der letzte Vorhang fällt und das ist auch gut so :).
Fazit: "Gray Matter" lebt sehr stark von Story und davon lebt es sehr gut! Aus meiner Sicht ein spannend gelungenes Abenteuer, mit Ups and Downs im Rätseldesign und ein paar Macken was Steuerung und Hotspots Funktion angeht. Empfehlenswert!
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Telepatie oder Psychokinese? Vielleicht doch nur ein großer Zaubertrick!
Von Christopher Bleak
Du wirst dieses Spiel mögen wenn du
- eine Liebe verloren hast.
- dich für kleine Zaubertricks begeistern kannst.
- gerne malst oder zeichnest diese Hintergründe verschlucken förmlich die Seele eines geneigten Betrachters.
- offen für esoterisches bist oder an Geister glaubst.
- dich sehr gut in die Gedanken anderer Menschen versetzen kannst.
Spiele dieses Spiel nicht wenn du
- lange Dialoge nicht magst.
- findest das ein Text nicht mehr als 160 Zeichen haben sollte.
- schnell Ungeduldig wirst wenn du etwas suchst.
- mit emotionalen Filmen oder Spielen wenig anfangen kannst.
Die Bonusaufgaben in diesem Spiel bringen keinen direkten Nutzen wohl aber die ein oder andere Zusatzinformation zur Handlung. Bei Gray Matter ist der Weg das Ziel.
Tipp: Auf der Übersichtskarte im Spiel kann man erkennen an welchen Orten noch etwas zu tun ist, die Farbe des Ortsnamens gibt hier Auskunft:
Weiß - Diesen Ort hat man noch nicht besucht.
Golden - Hier fehlt noch ein Haupträtsel also etwas das wichtig ist.
Silbern - Hier sind die Haupträtsel erledigt aber für einen Bonus ist noch etwas offen.
Grau - Hier sind sowohl Haupträtsel als auch die Bonusaufgaben abgeschlossen. Es gibt nichts mehr was man hier noch tun könnte.
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jane Jensen ist endlich zurück!
Von Moritz Eggert
Eines der besten Adventures der letzten Zeit und ein glorreiches Comeback von Kultautorin Jane Jensen. Die Charakteranimation ist nicht immer so der Hit, und manchmal ist es tricky den hotspot für bestimmte Gegenstände oder Ausgänge zu finden, die comicartigen statischen Cutscenes sind auch gewöhnungsbedürftig - all dies ist aber letztlich vollkommen unwichtig, denn wieder einmal liefert Jane Jensen eine einfach fantastische Story mit interessanten Charakteren ab, bei der man sich stets als Teil eines (guten) Romans oder Films fühlt. Gerade gegen Ende hin wird das Spiel richtiggehend unheimlich, ohne dabei jemals mit dem Holzhammer daherzukommen. Die Rätsel sind logisch und nicht frustrierend und die Oxford-Atmosphäre ist hervorragend umgesetzt (da ich selber dort war, kann ich die liebevolle Umsetzung bestätigen). Vielleicht einfach zu gut, zu anspruchsvoll und zu tiefgründig für manche, aber für mich genau richtig und perfekt. Hoffentlich macht Jensen noch viel mehr Spiele, bis jetzt hat sie mich noch nie enttäuscht!
Moritz Eggert



